Bergwacht-Einsatzstelle Stubai informiert
Bergwacht wozu? Beachtliche 4-Jahres-Bilanz Einsatzstelle Stubai
- Das ganze Jahr im Einsatz - die Tiroler Bergwacht!
- Foto: TBW Est. Stubai
- hochgeladen von Tiroler Bergwacht - Einsatzstelle Stubai
STUBAI. Die Tiroler Bergwacht ist eine seit 1927 bestehende behördliche Institution, die sich im Bundesland Tirol seit fast 100 Jahren dem Schutz der Natur widmet. Als Körperschaft öffentlichen Rechts übernehmen die BergwächterInnen eine zentrale Rolle bei der Einhaltung von Landesgesetzen und fungieren im Dienst als vereidigte Organe der öffentlichen Aufsicht im Auftrag der Bezirksverwaltungsbehörde.
Ehrenamtlicher Behörden-Dienst
Die etwa 1000 Mitglieder der 93 Tiroler Einsatzstellen leisten rund 33000 Dienste mit rund 118000 Einsatzstunden pro Jahr – ehrenamtlich und unentgeltlich! Neben der verpflichtenden Behördentätigkeit werden dabei aber auch bei öffentlichen Diensten Serviceleistungen für Gemeinden, Tourismusverbände und andere Körperschaften durchgeführt sowie Kontrollen von mehrheitlich privaten Alm- und Berghütten auf etwaige Einbrüche oder Beschädigungen getätigt.
Bergwacht-Zuständigkeit
In den gesetzlichen Zuständigkeitsbereich der Tiroler Bergwacht fallen diese Landesgesetze:
- Tiroler Naturschutzgesetz mit den dazugehörigen Verordnungen (Naturschutzverordnung, Pilzschutzverordnung etc.)
- Nationalparkgesetz Hohe Tauern
- Tiroler Abfallwirtschaftsgesetz
- Landes-Polizeigesetz (Schutz vor Störungen durch Lärm, Schutz vor Gefährdungen und Belästigungen durch Tiere-Stichwort „Kontrolle Leinenzwang/Maulkorb“)
- Tiroler Feldschutzgesetz
- Tiroler Campinggesetz
Tourismus und Menschenmassen
Zunehmender Tourismus, Menschenmassen in der Natur führen teils zu erheblichen Nutzungskonflikten zwischen Einheimischen, Erholungssuchenden, Natur- und Umweltschutz sowie der Landwirtschaft. Die Störung sensibler Tier- und Pfanzenwelt, gerade in den Alpen, schreitet voran. Achtlos weggeworfener Müll, Bodenerosion durch wegabschneidende Wanderer und Biker, unberechtigtes Befahren von Schutzgebieten mit Kraftfahrzeugen, Abstellen von Autos auf landwirtschaftlichen Nutzungsflächen und Wildcamping sind nur einige Dinge, denen sich die Tiroler Bergwacht seit Generationen entgegenstellt – zur Erhaltung der Natur und immens wichtig für die Zukunft unseres Landes. Dieser Dienst für die Allgemeinheit bleibt oft unbedankt oder wird teils von Beanstandeten herablassend belächelt, ja gar angefeindet.
Herausfordernde Arbeit
Bergwachtarbeit ist ehrenamtliches Engagement mit großem Aufgabenspektrum, welches oft unbeachtet der Öffentlichkeit ausgeübt wird. Bisweilen sind BergwächterInnen als Zivilstreife unterwegs und können dann ihre Funktion mit Dienstausweis und Dienstmarke belegen, meist erfolgt der Behördendienst jedoch klar erkennbar in Uniform.
Möglichst informativ und aufklärend unterwegs müssen BergwächterInnen bei gröberen Übertretungen auch einen oft schwierigen Spagat zwischen Information, Aufklärung und der konsequenten Durchsetzung gesetzlicher Vorgaben leisten. Der Kontakt zu Beanstandeten setzt sachliche Gesprächsführung voraus, die richtige Wortwahl ist entscheidend und ein gewisses Verständnis für die Situation, damit amtliche Einschreitungen nicht eskalieren.
4-Jahres-Leistungsbericht Einsatzstelle Stubai 2022-2025, Neuwahlen
Das Gebiet der Einsatzstelle Stubai umfasst die Gemeinden Neustift i. St., Fulpmes, Mieders und Schönberg i. St. mit einer Größe von rund 290 km² und ist damit eines der größten Einsatzgebiete Tirols.
Nach Ablauf der gesetzlichen Amtsdauer von vier Jahren wurde Anfang 2026 in der Einsatzstelle neu gewählt und die Funktionen des Einsatzstellenleiters Suitner Eberhard sowie des Einsatzstellenleiter-Stellvertreters Kramer Thomas für weitere vier Jahre bestätigt.
Rückblickend auf vier äußerst herausfordernde, arbeitsreiche Jahre im Dienst der Bezirksverwaltungsbehörde ist die Einsatzstelle stolz auf ihren eindrucksvollen 4-Jahres-Leistungsbericht. Der Schwerpunkt bei Dienststreifen sollte im Grunde auf präventiver Information und Aufklärung der Bevölkerung liegen, im tourismusgeprägten Stubaital mit Millionen Gästenächtigungen geht es ohne Verwaltungsstrafen allerdings nicht!
Behörden- und interne Dienste 2022 bis 2025:
- 2725 Dienste
- 6701 Einsatzstunden
- 3373 Personenkontakte
- 567 Abmahnungen
- 81 Meldungen
- 1074 Organstrafverfügungen
- 275 Anzeigen
- 21086 Dienstkilometer
Eingehobene Bußgelder durch die Bergwacht sowie von der Behörde verhängte Geldstrafen aus Bergwacht-Anzeigen fließen den Gemeinden zu, in denen das Delikt begangen wurde!
Interesse geweckt?
Wir bilden gerne Personen zu Bergwächtern aus, die über genügend Zivilcourage verfügen und sich engagiert dem Schutz von Natur und Umwelt widmen sowie zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung beitragen möchten. Melde dich bei der Einsatzstelle deines Bezirkes. Kontaktdaten: TBW Bezirk Innsbruck-Land
Grundvoraussetzungen
- österreichische Staatsbürgerschaft und Hauptwohnsitz in Tirol
- körperliche und geistige Eignung
- Zuverlässigkeit und ausgezeichneter Leumund
- gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift
- mindestens 16 Jahre alt
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