Martin Gutl
Gedenkweg für den Priester aus Mühldorf zum 30. Todestag
- Josef Ober, Sonja Skalnik, Margarete Lösch, Marianne Saurugg und Herbert Saurugg (v.l.) beim Ausgangspunkt des geplanten Martin-Gutl-Weges.
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Der 20. August war der 30. Todestag von Martin Gutl. Dem prominenten Theologen und Schriftsteller aus dem Ortsteil Mühldorf wird nun in der Stadtgemeinde Feldbach ein Gedenkweg gewidmet.
FELDBACH. Am 20. August 1994 verstarb Martin Gutl. Der Priester und Buchautor aus Mühldorf hat der Nachwelt viele Werke und Gedanken hinterlassen. Auf Initiative einer Gruppe aus Mühldorf rund um Margarete Lösch vom Feldbacher Pfarrgemeinderat, sie ist Teamsprecherin in Mühldorf, lässt die Stadtgemeinde Feldbach kraft eines Gemeinderatsbeschlusses einen acht Kilometer langen Gedenkweg errichten. Die Route steht, im kommenden Jahr wird der Plan baulich in die Tat umgesetzt. Die Finanzierung samt Beschilderung übernimmt die Stadtgemeinde.
Gedenkmesse am 14. September
"Wir sind den Weg bereits abgegangen", bestätigt Finanzstadträtin Sonja Skalnik in ihrer Funktion als Ortsvorsteherin von Mühldorf. Man werde den Weg mit Wegweisern und Hinweistafeln samt Sprüchen und QR-Codes ausstatten. "Martin Gutl war eine herausragende Persönlichkeit", in vielen Messen würde bis heute seine Texte gelesen.
Der Rundweg führt vom bunten Kirchturm in Feldbach über die Oswaldigasse, den Färberberg, durch den Fisswald und über Baumbuch und den Friedhof zurück zum Rathaus in Feldbach. An der Route liegen etwa die Martin-Gutl-Kapelle, die Grotte und das Heimathaus. Übrigens: Am 14. September findet bei der Martin-Gutl-Kapelle eine Gedenkfeier mit Stadtpfarrer Markus Schöck statt.
- Martin Gutl feierte 1991 das Silberne Priesterjubiläum.
- Foto: Archiv
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"Immer auf der Suche nach Gott"
Bürgermeister Josef Ober unterstützt das Projekt sehr gerne, wie er sagt. "Martin Gutl gilt als unser prominentester Theologe." Er habe der Nachwelt zeitlose Schriften hinterlassen. Das bestätigt auch Initiatorin Margarete Lösch. "Er war eine charismatische Erscheinung", erinnert sich die Pfarrgemeinderätin zurück. Sie hat sich gemeinsam mit Marianne und Herbert Saurugg, Gerhard Lafer, Hans Reinprecht, vornehmlich aus der Nachbarschaft, und Pfarrer Markus Schöck erfolgreich für die Errichtung des Gedenkweges eingesetzt. Lösch: "Martin Gutl war immer auf der Suche nach Gott", seine Gedanken und Texte würden daher gut in diese Zeit passen.
Auch Marianne Saurugg erinnert sich an den Priester zurück: "Ich habe Martin Gutl schon als Kind gekannt, der war immer so redselig." Herbert Saurugg schlägt in dieselbe Kerbe: "Ein einmaliger Priester, hochintelligent, er hat mit jedem reden und mit allen Menschen gut umgehen können." Überlieferungen zufolge habe Gutl einmal mehrere Stunden lang bis 3 Uhr in der Früh mit einem Mann mit Selbstmordabsichten telefoniert – und ihn am Ende überreden können, seine Pläne wieder zu verwerfen.
Das Leben von Martin Gutl
Martin Gutl wurde am 28. April 1942 in Mühldorf geboren und verstarb am 20. August 1994. Gutl studierte Theologie in Graz, 1966 wurde er im Alter von 24 Jahren zum Priester geweiht. Er wurde Kaplan in Mürzzuschlag, später in Graz. 1981 wurde er Pfarrer in St. Peter ob Judenburg, 1984 Rektor des Bildungshauses Mariatrost. Martin Gutl veröffentlichte zahlreiche Bücher mit Gebets- und Meditationstexten. Nachlassverwalter ist Karl Mittlinger.
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