Gatterentnahme Kaisers
In Tirol wird es keine Gatterentnahme mehr geben

Die Tiroler Jägerschaft distanziert sich von den Tötungsmaßnahmen bei der Gatterentnahme in Kaisers. Josef Geisler bestätigt, dass es in Tirol künftig keine Gatterabschüsse mehr geben werde.
  • Die Tiroler Jägerschaft distanziert sich von den Tötungsmaßnahmen bei der Gatterentnahme in Kaisers. Josef Geisler bestätigt, dass es in Tirol künftig keine Gatterabschüsse mehr geben werde.
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TIROL. Die Tiroler Jägerschaft distanziert sich von den Tötungsmaßnahmen bei der Gatterentnahme in Kaisers. Josef Geisler bestätigt, dass es in Tirol künftig keine Gatterabschüsse mehr geben werde.

Keine Gatterabnahmen mehr in Tirol

Nach dem grausigen Vorfall in Kaisers, bei der mittels Gatterentnahme 33 Stück Rotwild geschossen wurden, erklärt Landeshauptmann Stellvertreter Josef Geisler, dass es eine derartige Gatterentnahme in Tirol nicht mehr geben wird.

„Eines ist für mich nach diesen Vorfällen klar: In Tirol werden wir Gatterabschüsse künftig verbieten. So etwas wird es in Tirol nicht geben.“ (Josef Geisler)

Auch die Tiroler Jägerschaft distanziert sich vorbehaltlos von dieser Tötungsmaßnahme in Kaisers. In einer Vorstands- und Präsidiumssitzung fasste der Vorstand des Tiroler Jägerverbandes – umfassend alle Bezirksjägermeister Tirols – einen klaren Beschluss.

„Derartige Massen-Keulungen haben mit weidgerechter Jagd und tierschutzrechtlichen Grundsätzen nichts zu tun; sie sind weder weidgerecht noch tierschonend. Der Tiroler Jä- gerverband distanziert sich klar und vorbehaltslos von solchen Maßnahmen“ (Lan- desjägermeister Anton Larcher)

TBC als Grund für Gatterentnahme

In Kaisers (Bezirk Reutte) gibt es mehrere Fälle von TBC beim Rotwild. Aus diesem Grund sollten laut Veterinärbehörde 20 Stück Rotwild geschossen werden. Diese konnten jedoch nicht zeitgereicht waidmännisch erlegt werden. Aus diesem Grund wurde die Gatterentnahme behördlich angeordnet (Wir berichteten). Auch Tiere, die am Sonntag geschossen wurden, seien mit einer offenen TBC infiziert. Aus diesem Grund sei es dennoch notwendig, dass die Zahl des Rotwildes reguliert werden müsse, so Josef Geisler. Jedoch seien die Methoden vom vergangenen Sonntag nicht mehr zeitgemäß und abzulehnen. "Derartig schockierende Aktionen dürfen sich in Tirol keinesfalls wiederholen! Es ist traurig, dass zu solchen Maßnahmen gegriffen wurde", so auch Anton Larcher.

Beschlagnahmung der geschossenen Tiere gefordert

Weitere Maßnahmen fordert FPÖ Landesparteiobmann Markus Abwerzger: Man dürfe jetzt nicht zur Tagesordnung übergehen. Der Vorfall müsse weitere Folgen haben. Ein erster Schritt wäre die Beschlagnahmung der geschossenen Tiere durch die Staatsanwaltschaft. „Aufgrund der Anzeigen müssen nun die Tiere extern – nicht von Tiroler Veterinären – dahingehend untersucht werden, ob eines der Tiere an TBC erkrankt ist, oder nicht, wenn nicht, dann muss diese Causa auch dahingehend gerichtlich behandelt werden“, so Markus Abwerzger. Weiters fordert er den Rücktritt des Tiroler Landesveterinärs Josef Kössler.

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