Tiroler Kinos
12 Monate in den letzten zwei Jahren geschlossen

Alexander Wurzenrainer (Sprecher der Tiroler Kinos) und Fabian Kathrein (Fachgruppengeschäftsführer der Kino-, Kultur- und Vergnügungsbetriebe) (v.l.).
  • Alexander Wurzenrainer (Sprecher der Tiroler Kinos) und Fabian Kathrein (Fachgruppengeschäftsführer der Kino-, Kultur- und Vergnügungsbetriebe) (v.l.).
  • Foto: © WK Tirol/Die Fotografen
  • hochgeladen von Lucia Königer

TIROL. Das Tiroler Kino zieht Bilanz zum Jahr 2021. Viele Menschen stillten die Sehnsucht nach dem Erlebnis "Kino". Doch die krisenbedingten Maßnahmen bescherten den Betrieben eine durchwachsene Bilanz.

Der am härtesten betroffene Wirtschaftszweig

In den letzten zwei Jahren hatten die Kinobetriebe mehr als 12 Monate geschlossen. Zahlreiche Lockdowns haben ein großes Loch sowohl in die Besucher- als auch in die Umsatzzahlen gerissen. Die Kinobranche ist damit wohl der von der Pandemie am härtesten betroffene Wirtschaftszweig.
Einzeln betrachtet konnte die Kinos in 2020 zwar eine Umsatzsteigerung verzeichnen.

„Zieht man jedoch Zahlen aus Zeiten vor der Pandemie heran, ist immer noch ein deutliches Umsatzminus von 58 Prozent zu erkennen und die Besucherzahlen brachen ebenfalls verglichen mit 2019 um über 60 Prozent ein“,

betrachtet Fachgruppengeschäftsführer Fabian Kathrein die Bilanz äußerst kritisch.
Oder wie es Alexander Wurzenrainer, Sprecher der Tiroler Lichtspieltheater, zusammenfasst:

„Das vergangene Jahr war eine Berg- und Talfahrt der Gefühle."

Wiedereröffnung 2021 war schwierig

Nach dem monatelangen Lockdown, war die Wiedereröffnung in 2021 für viele Betriebe schwierig. Viele Kinoketten weltweit hatten noch geschlossen, dementsprechend spärlich präsentierte sich das Filmangebot.
Die Tiroler Kinos begannen im Juli mit Filmen wie „Peter Hase 2“ und „Fast & Furios 9“. Spätestens im August als das „Kaiserschmarrndrama“ über die Leinwände flimmerte waren die Säle wieder voll. Kurz darauf bestätigte James Bond, dass „Keine Zeit zu sterben“ ist - weder für ihn, noch die Kinobetriebe.

2G-Regel brachte Einschnitt

Nach dem Hoch im Sommer brachte die Einführung der 2G-Regel erneut einen Einschnitt.

„Viele Gäste waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht geimpft. Ein Kinoabend ist außerdem oftmals ein familiäres Ereignis. Eine einzige ungeimpfte Personen im Umkreis führt dazu, dass eine ganze Gruppe auf einen Besuch verzichtet“,

so Wurzenrainer. Einer 2G-Plus-Regel erteilte er sofort eine Absage.

Auch die aktuelle Sperrstundenregelung ist Wurzenrainer ein Dorn im Auge. Mit der Regelung entfallen komplette Abendvorstellungen. Die Politik müsse hier endlich eine Differenzierung der Branchen vornehmen.

Mit Schwung ins neue Jahr?

Die Tiroler Kinos starten nun mit vollem Schwung ins neue Jahr. Große Filme liegen bereits fertig in der Schublade. Im Februar läuft der bildgewaltige Mystery-Krimi „Tod auf dem Nil“ an, kurz darauf werden alle Marvel-Fans auf ihre Kosten kommen und endlich wird der heißersehnte „Top Gun: Maverick“ enthüllt. „Minions - Auf der Suche nach dem Mini-Boss“ wird Klein und Groß sowohl anlocken als auch begeistern und im Herbst garantiert Rita Falks „Gugelhupfgeschwader“ Spaß und Spannung.

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