ÖJAB-Haus nimmt unbegleitete Minderjährige auf
Asylheim in Greifenstein nach Renovierung eröffnet

3..., 2..., 1... - das Band wird durchgeschnitten, das Asylheim eröffnet!
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GREIFENSTEIN. Wo vor kurzem noch der Boden gelegt, die Küche installiert, elektrische Leitungen gezogen wurden, ist heute schon fast alles pico bello. Das ÖJAB-Asylheim wurde Dienstag, 16. Oktobe 2018, nach einer dringend nötigen Grundsanierung wiedereröffnet. 19 unbegleitete Minderjährige wohnen hier, bis Ende Oktober sollen es bis zu 48 werden.
Bereits seit 1956 nimmt das ÖJAB-Haus Greifenstein geflüchtete Personen auf und betreut sie in familiärer Atmosphäre. Mit dieser jahrzehntelangen Flüchtlingsarbeit leistet das Wohnheim gemeinsam mit den Gemeinden St. Andrä-Wördern und Höflein einen Betrag zur Internationalität und zum friedlichen Miteinander von Menschen mit unterschiedlichen Herkünften in der Region.
"Vonseiten der Gemeinde waren wir immer sehr zufrieden mit dem Asylheim", führte VP-Bürgermeister Maximilian Titz bei der Eröffnung aus. Die Überraschung, dass das Heim jedoch geschlossen, die ehemaligen Asylwerber – die nach Titz Meinung bestens integriert waren – ausziehen mussten, um Platz für unbegleitete Minderjährige zu machen, war trotz allem groß. "Wir hätten uns gewünscht, dies im vorhinein zu erfahren", kritisiert der Orts-Chef.

Gute Ausbildung

VP-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, zuständig für Bildung und Soziales, "gefällt die Grundidee der Selbstverantwortung". Mit ihrer Anwesenheit zolle sie der ÖJAB Respekt, meinte sie.
Ein strukturierter Tagesablauf werde hier – ebenso wie eine gute Ausbildung – angeboten. Und jene Personen, die nicht in Österreich bleiben können, kämen mit den Fertig- und Fähigkeiten in ihr Heimatland zurück. "24 Stunden, sieben Tage die Woche sind die Heimleiter und Erzieher vor Ort", informiert Petra Heidler, stv. Geschäftsführerein des ÖJAB. Am 16. Juli wurde mit den Umbauarbeiten begonnen: "Das war ein Gewusel. Wie in einem Bienenstock", erinnert sich Heidler und bedankt sich bei all jenen, die mitgeholfen haben. Es gab aber auch die ein oder andere Überraschung: "Bei einer Mauer wurde gestemmt. Dann kam uns die ganze Wand entgegen".

Vision wird Realität

"Vor einigen Monaten hatte ich die Vision, heute können wir das neue Asylheim eröffnen", freut sich FP-Landesrat Gottfried Waldhäusl, der betont, dass es "ein Vorzeigeprojekt für ganz Österreich sein soll. Die Jugendlichen übernehmen Eigenverantwortung ab dem ersten Tag". Natürlich werden eventuell auch Probleme auftreten. Um dem jedoch entgegenzuwirken habe man auch ein Sicherheitskonzept mit der Polizei unter Bezirkspolizeikommandantin Sonja Fiegl ausgearbeitet, betont der Landesrat.

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