Forschungsinvestitionen
Stadt Tulln unterstützt Biotech-Start-ups
- Im accent Makerspace in Tulln: Efecan Toker, Lucas Sobotka, Nicole Neumayr, Julia Uhlik, Igor Luketina, Peter Eisenschenk, Patrik Aspermair, Martin Bors, Anna Buchner und Nikolaus Mandelburger.
- Foto: Stadtgemeinde Tulln
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Das Areal der ehemaligen landwirtschaftlichen Fachschule hat sich als „Makerspace“ zu einem Hotspot für Biotech- und Green Tech-Start-ups entwickelt.
TULLN. Die Stadtgemeinde Tulln und accent, der Business Inkubator des Landes Niederösterreich, unterstützen Gründerinnen und Gründer und junge Betriebe unter anderem bei der Anschaffung kostenintensiver Geräte und Infrastruktur für Forschungszwecke. In der bereits zweiten Förder-Etappe wurden mehr als 5.500 Euro für fünf Anschaffungen ausgeschüttet.
Die geförderten Geräte reichen von einem feuerbeständigen Gefahrenstoffschrank über ein Kameraset zur Überwachung von Versuchen bis hin zu einem Kombi-Schweißgerät. Vier Jungunternehmen – NOSI, Cyan Cycle, Cosmotaics und Schnabelboot – konnten dank der Förderungen von Stadtgemeinde Tulln und accent ihre Projekte 2024 vorantreiben. Insgesamt wurden rund 5.500 Euro investiert, davon übernahm die Stadt 4.400 Euro, während die restlichen 1.100 Euro durch accent gefördert wurden.
- Erfahrungen Sammeln im Tun: Im edu-MakerSpace.
- Foto: PH NÖ/Fikisz
- hochgeladen von Victoria Edlinger
„Unter dem passenden Namen accent Makerspace ist die ehemalige landwirtschaftliche Fachschule wahrlich zu einem Platz für engagierte Macherinnen und Macher aus dem zukunftsträchtigen Biotech- und Green Tech-Sektor geworden. Es freut mich sehr, dass das Land Niederösterreich meinen Vorschlag zur Nutzung dieser Flächen für Start-ups aufgegriffen hat“, sagt Bürgermeister Peter Eisenschenk (ÖVP).
Jährliche Förderung bis zu 5.000 Euro
Um die Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Tulln weiter voranzutreiben, bietet die Stadtgemeinde eine spezielle Förderung für Start-ups im accent Makerspace an.
„Es ist uns ein besonderes Anliegen, diesen jungen und höchst innovativen Unternehmerinnen und Unternehmern beim Aufbau ihres Business zu helfen. Pro Jahr ist daher ein Fördertopf von 5.000 Euro reserviert, der bei der Anschaffung der oft teuren technischen Infrastruktur und Geräte unterstützen soll“, erklärt Wirtschaftsstadtrat Lucas Sobotka.
Gefördert werden Einzelanschaffungen zu 50 Prozent und gemeinschaftlich nutzbare Anschaffungen zu 80 Prozent. Die Anträge stellen die Unternehmen selbst, der Kauf erfolgt jedoch zentral über die accent Inkubator GmbH, wodurch die Geräte auch anderen Start-ups am Standort zur Verfügung stehen können.
„Gerade durch die gemeinsame Nutzung von Geräten können die Gründerinnen und Gründer ihre Ideen noch besser testen und nachhaltigere Ergebnisse erzielen“, so Julia Uhlik, Leiterin des accent Makerspace.
Was machen die Start-ups im Makerspace Tulln?
- NOSI: Entwickelt Technologien, die Maschinen mithilfe moderner Elektronik, KI und Mustererkennung das „Riechen“ beibringen.
- Cyan Cycle: Nutzt Mikroalgen, sogenannte Cyanobakterien, um CO2 zu binden und in Biomasse umzuwandeln, die unter anderem für Biodünger verwendet werden kann.
- Cosmotaics: Verhindert Verschmutzungen von Solarpaneelen, um deren Leistung konstant hoch zu halten.
- Schnabelboot: Entwickelt bionisch inspirierte Sportgeräte, die das regenerative Potenzial der Natur erlebbar machen.
Der accent Makerspace in Tulln
Der accent Makerspace bietet jungen Unternehmen aus dem Umfeld des Campus Tulln Technopol Bedingungen, um ihre Produktideen zu validieren und weiterzuentwickeln. Seit 2021 wird das Areal der ehemaligen landwirtschaftlichen Fachschule als Versuchsgelände für forschungsgetriebene Start-ups revitalisiert und kontinuierlich ausgebaut.
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