Blutspenden im Bezirk Vöcklabruck
Jeder Stich kann ein Leben retten
- Blutspender leisten regelmäßig einen wichtigen Beitrag für die Gesundheit der Bevölkerung und helfen damit, Leben zu retten.
- Foto: smarterpix/weerapat
- hochgeladen von Hannah Hingsamer
Blutspenden ist mehr als ein kleiner Pieks in der Vene – es ist ein direkter Beitrag für die Gesundheit anderer.
BEZIRK VÖCKLABRUCK. „Es tut nicht weh, gleichzeitig bekommt man eine kostenlose Gesundheitskontrolle – und hilft dabei noch der Gesellschaft“, sagt Rudolf Kronberger aus Attnang-Puchheim. Der 58-Jährige ist einer von vielen engagierten Blutspendern im Bezirk. Seit seinem Beginn beim Bundesheer im Jahr 1988 hat er bereits über 75 Mal Blut gespendet. Heute kann er wegen einer Krebserkrankung nicht mehr aktiv etwas beitragen, blickt aber stolz auf sein Engagement zurück: „Ich bin sehr froh, anderen geholfen zu haben. Jetzt dreht sich das Ganze, vielleicht benötige nun ich einmal Blut.“
Auch Robert Scheibl aus Frankenburg begann beim Bundesheer und war seither 59 Mal im Einsatz. „Damit kann ich Leuten helfen – und gleichzeitig geht es mir selbst danach besser“, erklärt der 49-Jährige.
Alle Spenden sind wertvoll
Blutspenden ist dringend nötig: Alle 90 Sekunden wird in Österreich eine Konserve gebraucht – fast 1.000 pro Tag. „Dass sich Blutspenderinnen und Blutspender oft wieder und wieder die Zeit nehmen, um Leben zu retten, ist nicht selbstverständlich“, sagt Jacqueline Scheiber, Blutspendekoordinatorin im Bezirk. „Jede einzelne Blutspende ist wertvoll.“ Die Vielfach-Spender Scheibl und Kronberger sehen bei jungen Menschen großes Potenzial: „Ich finde, Blutspenden bei Jugendlichen ist zu wenig verbreitet“, so Kronberger.
„In Schulen sollte man Jugendliche zwischen 15 und 16 Jahren informieren und sensibilisieren.“ - Rudolf Kronberger
Scheibl stimmt zu: „Ich sehe zu wenige junge Menschen, die regelmäßig spenden.“ Neben der gesellschaftlichen Verantwortung schätzen beide auch die persönliche Untersuchung ihrer körperlichen Verfassung. „Es ist wie eine kleine Gesundheitskontrolle“, sagt Kronberger. Der Ablauf gestaltet sich unkompliziert: Nach dem Ausfüllen eines Fragebogens und einem kurzen medizinischen Check werden etwa 465 Milliliter Blut entnommen, getestet, in verschiedene Komponenten getrennt und zu unterschiedlichen Blutprodukten verarbeitet. Anschließend erfolgt die Auslieferung an Österreichs Spitäler.
Für Kronberger und Scheibl ist klar: „Einfach ausprobieren, es tut nicht weh, kann aber Menschen das Leben retten“, empfiehlt Scheibl. „Ich helfe jemandem, und andere helfen mir, wenn ich es brauche“, fügt Kronberger hinzu.
Termine im Bezirk:
- 11. bis 13. November, 15.30 bis 20.30 Uhr, Gemeindesaal Vöcklamarkt
- 19. und 20. November, 15.30 bis 20.30 Uhr, Kulturzentrum Lenzing
- 21. November, 15.30 bis 20.30 Uhr, Gemeindeamt Wolfsegg
- 24. und 25. November, 15.30 bis 20.30 Uhr, Gasthof zum Seewirt, Zell am Moos
- 26. und 27. November, 15.30 bis 20.30 Uhr, Veranstaltungszentrum Oberndorf bei Schwanenstadt
- 1. und 2. Dezember, 15.30 bis 20.30 Uhr, Feuerwehrhaus Pöndorf
- 9. und 10. Dezember, 15.30 bis 20.30 Uhr, 4Kanter Gampern
- 15. Dezember, 15.30 bis 20.30 Uhr, Volksschule Straß
- 22. Dezember, 15.30 bis 20.30 Uhr, Veranstaltungszentrum Rüstorf
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