Volkskultur in der technischen Welt
Oststeirische Oldtimerei

Von links: Lisl Mesicek, Gottfried Lagler und Heinz Mesicek vor dem Clublokal des Oldtimerstammtisch Figaro in Hofstätten
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Gottfried Lagler ist einerseits Koch in seinem eigenen Betrieb, andererseits ein Sammler und Schrauber. Er sagt, daß die “Oldtimerei“ seine Leidenschaft sei. Dafür engagiert er sich regional und überregional. Ein Sammler und Schrauber klassischer Fahrzeuge mit sehr geselligen Seiten.

Laglers Sammlung reicht durch mehrere Epochen und hat ihren Grundstein in einer seltenen Puch Monza Scrambler, dem ersten Moped aus seinen Jugendtagen. Glanzstück der Kollektion ist heute sicher die Puch 220, die man kaum noch wo zu sehen bekommt.

Ihm geht es aber nicht bloß um alte Kraftfahrzeuge. All das dreht sich auch um eine stets wachsende Kenntnis der jeweiligen Zeit, um technische und um handwerkliche Kompetenzen vergangener Tage. Und es geht um ein starkes Netzwerk, denn in dieser Leidenschaft ist niemand alleine klug. Man muß sich bei jedem Projekt mit anderen beraten können, braucht oft auch Hilfe in Details, die man selbst nicht beherrscht.

Diese Art des Zugangs zur eigenen Vorgeschichte wird bei uns nicht in Schulen gelehrt. Das eignen sich Menschen in ihrer Freizeit an. Damit ist auch klar, hier geht es um authentische Formen einer Volkskultur in der technischen Welt. Es geht, wie Heinz und Lisl Mesicek sagen würden, um rollendes Kulturgut. Das Wiener Ehepaar gehört zum inneren Kreis der Österreichischen Gesellschaft für historisches Kraftfahrwesen (ÖGHK). Lagler ist der Steiermark-Repräsentant dieses bundesweiten Netzwerkes.

Das ist einer der Gründe, warum das Ehepaar Mesick dieser Tage Lagler in Hofstätten besuchte. Sie beginnen jetzt schon mit Vorbereitungen, um im September 2019 in der Region die kommende „Löwenrallye“ zu veranstalten. Dazu stehen nicht nur organisatorische Fragen an. Es geht auch darum, die Besitzer sehr spezieller Fahrzeuge für die Teilnahme zu gewinnen, damit das breitere Feld der „Youngtimer“ durch Vorkriegs-Automobile historische Glanzpunkte erhält.

Eine Besonderheit steht schon fest. Der D & U-Wagen (Ditmar & Urban) wurde in den 1920er Jahren in Graz produziert. Nach heutigem Kenntnisstand blieb nur ein einziges Exemplar erhalten, das in einem mehrjährigen Prozeß restauriert und wider fahrtüchtig gemacht wurde. Damit steht für nächstes Jahr eine Spitzen-Rarität auf dem Programm, von der auch viele ausgesprochene Oldtimer-Liebhaber meist noch nie etwas gehört haben.

+) Der Letzte seiner Art: Ditmar & Urban

Von links: Lisl Mesicek, Gottfried Lagler und Heinz Mesicek vor dem Clublokal des Oldtimerstammtisch Figaro in Hofstätten
Nur einer blieb erhalten: Der Grazer D&U-Wagen

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