Gleisdorf
Florianiplatz: Umbau

Architekt Thomas Pilz (links) und Bürgermeister Christoph Stark beim Lokalaugenschein.
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  • Architekt Thomas Pilz (links) und Bürgermeister Christoph Stark beim Lokalaugenschein.
  • hochgeladen von martin krusche

Wissen Sie zufällig, wo der Gleisdorfer Florianiplatz beginnt und wo er endet? Ich wohne da seit bald 30 Jahren und hab mir das bisher weder überlegt, noch angeschaut.

Jetzt aber, da die Kommune vor hat, diesen Bereich 2025 umzugestalten, wollte ich es genauer wissen. Erst hab ich eine Informationsveranstaltung besucht, bei der Architekt Thomas Pilz das Vorhaben erläuterte.

Anderntags gab es einen gemeinsamen Lokalaugenschein, bei dem schon allerhand Debatten liefen. Ich fand es recht überraschend, was da an unterschiedlichen Nutzungsweisen des Terrains alles zur Sprache kam.

Mir ist das „Platzhafte“ des Florianiplatzes freilich noch nie aufgefallen. In den letzten Jahrzehnten war das für mich ein Ensemble von Verkehrsflächen, mitten drin eine kleine Insel, die mit Zeugs vollgeräumt ist.

Allerdings ist den Menschen mit einer Bank unter der Florianisäule ein bißchen an Fläche gewidmet. Die nutze ich gerne, wenn ich per Auto zu einem Arbeitstreffen abgeholt werde. Ich sehe, was daher kommt, ich werde selber gut gesehen, das dient dem Zweck. Quasi in Wartehäuschen ohne Häuschen. Die restliche Fläche gehört (neben dem Säulensokel) dem ausladende Brunnenbecken, an das Blumenbeete anschließen.

Dieses Inselchen ist also definitiv nicht für Menschen gestaltet worden, sondern zur Dekoration; das Bankerl ausgenommen. Man braucht einen sehr guten Grund, um dort mitten im Verkehr zu sitzen.

Freilich war das einmal ganz anders und der Florianiplatz ist vormals ein respektabler Platz gewesen. Und zwar, bevor in den 1960er Jahren die österreichische Volksmotorisierung mit Kraftfahrzeugen in Gang kam. Seither regiert der Verkehr das Gebiet. Was also ist hier heute das „Platzhafte“? Anders gefragt: Wo ist der Platz am Florianiplatz? Das wird sich weisen.

Ich war überrascht, wie viel an Gestaltungsideen zu diesem frühen Zeitpunkt schon zur Sprache kamen. Ich bin ja noch damit beschäftigt, erst einmal herauszufinden, was gute Fragen zu diesem Projekt wären. Und ich hab begonnen, das ein wenig zu dokumentieren.

+) Florianiplatz (Eine Dokumentation)

Architekt Thomas Pilz (links) und Bürgermeister Christoph Stark beim Lokalaugenschein.
Kaum Platz für Menschen: das vollgeräumte Inselchen.
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