Birkfeld
Kräftige Lebenszeichen der historischen Feistritztalbahn
- Anlässlich des Nationalfeiertags war die U8 wieder mit österreichischen Fahnen geschmückt.
- hochgeladen von Robert R.
Schon anlässlich der Langen Nacht der Museen Anfang Oktober, war die Wiederaufnahme des Fahrbetriebs auf einem Teil der historischen Strecke der Feistritztalbahn ein Riesenerfolg.
Nun verzeichneten die durchwegs aus Freiwilligen des Clubs U44 bestehenden Betreiber auch am Nationalfeiertag, sowie am 27. Oktober enormen Andrang zum Dampfbetrieb auf der Strecke von Birkfeld nach Koglhof und zurück.
In Rosegg, wohin man ohne Publikum dampfte, wurde jeweils die Lok umgesetzt, damit der Zug in beide Richtungen gezogen werden konnte und nicht geschoben werden musste.
War die Bahn schon bei den Fahrten am Feiertag voll, gab es für Sonntag dann so viele Reservierungen, dass sogar ein zusätzlicher Wagen angehängt werden musste, um alle Interessenten mitnehmen zu können.
Es ist kaum zu glauben, dass tatsächlich auch eine Stilllegung und der Abbau dieser beliebten, sogar unter Denkmalschutz stehenden bahnhistorischen Institution im Gespräch ist. Ob da auch handfeste private, bzw. kommerzielle Interessen eine Rolle spielen mögen? Rad-, Spazier-, sowie Radwanderwege sind in der Region jedenfalls bereits vorhanden, und auch eine weitere Koexistenz von Autoverkehr und Schmalspur(!)-Bahn ist mit ein wenig gutem Willen sicherlich machbar.
Politischen Entscheidungen, vor allem solche von geradezu historischer Tragweite, sollten jedenfalls nicht nur die wirtschaftliche Betrachtung eines Museumsbahnbetriebs selbst zugrunde liegen, sondern muss auch die entsprechende Umwegrentabilität mit einbeziehen. Nur Gäste die einen guten Grund haben, aus dem In- und Ausland anzureisen, buchen dann auch Hotelzimmer, essen und trinken im Ort, frequentieren lokale Geschäfte und werden unter Umständen auch in der Gemeinde Treibstoff für die Heimfahrt tanken. Dazu kommt auch noch die Werbewirkung von Fotos, Videos, Erzählungen und Berichten von Teilnehmern auf neue Interessenten. Als Beispiel kann der in Wien lebende Autor dieses Berichts etwa auf sich selbst und seinen Sohn verweisen, sowie auf die Beiträge, welche in den letzten Jahren in dieser Zeitung und auf Youtube von den beiden veröffentlicht wurden.
Es würde wohl nicht sehr lange dauern, dass eine Zerstörung des über hundert Jahre alten, wertvollen Kulturguts Feistritztalbahn mit Sicherheit nur mehr Kopfschütteln hervorrufen würde, sowie Unverständnis darüber, wie man eine solche historische Institution einfach demolieren konnte.
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