Konvergenzzone Gleisdorf
There will be Jazz!
- Einige von Ryszard Kapuscinskis Reportagen, teils von Plätzen, wo es richtig weh tut...
- hochgeladen von martin krusche
Im Jazzmusiker Berndt Luef bündeln sich verschiedener Eigenschaften und Obsessionen. Daß er Virtuose am Vibraphon ist, zugleich aber auch Komponist und Arrangeur, steht in einer weit zurückreichenden Tradition unserer Kulturgeschichte.
Was ihm als Inspiration für seine Werke dient, sind unter anderem konkrete Reisen, andrerseits Literatur, schließlich ein politisch wacher Blick auf die Welt. Das kommt demnächst im Grazer Forum Stadtpark zur Wirkung.
Da werden am Samstag, dem 27. Juli 2024, ab 20:30 Uhr, die „Sultry Nights“ absolviert. Luef präsentiert mit dem Jazztett Forum Graz ein neues Album. Für diese Session ist mir eine kleine Aufgabe zugefallen.
Ich werde in Teilen jene Geschichte von Publizist Ryszard Kapuscinski (1932-2007) vorlesen, die für Luef bei diesem Album eine wichtige Anregung war. Das berührt einen Aspekt, den ich in einer Kooperation mit dem Belgrader Künstler Selman Trtovac einmal so formuliert gefunden hab: „Wie lieben auch die Kunst der anderen“.
Niemand von uns schöpft seine künstlerische Arbeit bloß aus sich selbst. (Diese „Genie-Nummer“ ist bloß eine Spießer-Phantasie.) Prägungen, Einflüsse, aber auch die konsequente Auseinandersetzung mit relevanten Werken befähigen uns, das eigene Oeuvre zu entfalten. In solchem Sinn ist die Kunst anderer ein sehr wertvolles Bezugssystem.
Ich hab mir eben die Seiten der erwähnten Geschichte („Hotel Metropol“) kopiert und vergrößert, denn ich muß mit schwachen Augen zurechtkommen. Da sollte auf der Bühne nichts schiefgehen.
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