AMS Interview
Lehrlinge sind voll im Trend

Günter Reitbauer informiert über die aktuelle Arbeitslosenlage im Bezirk Weiz.
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  • Günter Reitbauer informiert über die aktuelle Arbeitslosenlage im Bezirk Weiz.
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Das AMS Weiz informiert im WOCHE-Interview über die Arbeitslosenrate in unserem Bezirk.

Wie steht es um die Beschäftigung im Bezirk? Wo gibt es Personalbedarf? Welche Maßnahmen gibt es, um dem Facharbeitermangel entgegenzuwirken? Günther Reitbauer, Geschäftsstellenleiter des Arbeitsmarktservice Weiz, gibt Antworten auf diese Fragen.

WOCHE: Wie hoch ist derzeit die Arbeitslosenquote im Bezirk?
Günter Reitbauer: Die Arbeitslosigkeit liegt momentan bei 2,3 Prozent. Absolut sind das 513 – 233 Frauen und 280 Männer. Das ist ein Rückgang um 8,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Wie steht diese in Bezug auf die steiermarkweite Durchschnittsquote da?
Im Vergleich zur Steiermark ist die Arbeitslosenquote im Bezirk Weiz gering. In der Steiermark sind 31.377 derzeit auf Arbeitssuche, davon 14.771 Frauen und 16.606 Männer. Das entspricht einer Quote von 5,2 Prozent (5,4% Frauen, 5,0% Männer).

Wann gab es historisch so eine niedrige Quote bzw. hat es so einen Tiefstand schon mal gegeben?
Lang, lang ist es her, in den letzten zehn Jahre zumindest nicht.

In welchen Branchen gibt es Personalbedarf?
Personalbedarf gibt es praktisch in allen Branchen. Besonders der Tourismus, vor allem zu Beginn der Saison, aber auch der Bau-, der Metall- und der Elektrobereich benötigen Personal.

Werden Umschulungsmaßnahmen für besonders gefragte Berufe vom AMS gefördert?
Der Begriff "Umschulung" muss erklärt werden: Umgeschult können nur Personen werden, die ihren erlernten Beruf aus verschiedensten Gründen nicht mehr ausüben können. Erst dann ist eine Umschulung eine Perspektive, in der ein völlig neuer Beruf erlernt wird. Ausbildungen sind der wesentlich häufigere Fall und werden vom AMS finanziert.
Dabei geht es nicht nur um umfassende Ausbildungen wie zum Beispiel eine Lehre, sondern um Qualifizierungen für einen speziellen Arbeitsplatz oder auch um Höherqualifizierungen. Das AMS Weiz finanziert Ausbildungen immer dann, wenn dadurch die Chance, einen Arbeitsplatz zu erhalten, vergrößert wird.

Wird die Lehre für Unternehmen nun immer wichtiger?
Es ist erstmals seit vielen Jahren eine Tendenz erkennbar, dass die Betriebe wieder bereit sind, mehr Lehrlinge auszubilden. Der Grund ist der akute Fachkräftemangel.
Gibt es Maßnahmen, um dem Facharbeitermangel entgegenzuwirken, und positive Beispiele?
Das AMS Weiz ist aktiv an der Plattform IBI beteiligt. Unser Schwerpunkt ist, Informationen über die Lehre weiterzugeben, wie beispielsweise mit dem jährlichen Jobday, den bis zu 1.000 Schüler und Schülerinnen besuchen. Das AMS bietet weiters Ausbildungen in Form von Stiftungen an. Dabei werden Ausbildungen gemeinsam mit AMS, Betrieb und dem arbeitssuchenden Kunden erstellt, die speziell auf den Arbeitsplatz zugeschnitten sind.
Im Rahmen der Ausbildung arbeiten die arbeitssuchenden Menschen bereits aktiv im Betrieb mit und lernen so den Arbeitsplatz und die Rahmenbedingungen kennen. Ebenso lernt der Betrieb die künftige Mitarbeiterin bzw. den künftigen Mitarbeiter kennen und schätzen. 80 Prozent dieser Ausbildungen gehen nach der Ausbildung in ein reguläres Dienstverhältnis über.

Interview: Nadine de Carli

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