23.06.2017, 11:44 Uhr

Der Wald: Erholungsgebiet, Arbeitsplatz und Schutz

V.l.: Josef Krogger, Josef Wumbauer, Franz Schaffler, Gabriele Vorraber

Der Waldverband Weiz informiert über forstwirtschaftliche Entwicklungen und naturerhaltende Vorhaben und Maßnahmen.

Im Jahr 2002 wurde der Waldverband Weiz, so, wie er seit 2005 als Gesellschafter der Wandverband GmbH Steiermark besteht, gegründet. Mit 2200 Mitgliedern vermarktet der Waldverband jährlich rund 120.000 Festmeter Holz, Waldhelfer, Ansprechpartner für Mitglieder bei Nutzung und Vermarktung, leisten wertvolle Arbeit. Der Waldverband Weiz unterstützt zahlreicher Projekte und fördert Maßnahmen zur Waldpflege und nachhaltigen Holznutzung.´

Artenvielfalt

„Nur ein bewirtschafteter Wald ist stabil genug, um Umwelteinflüssen trotzen zu können“, so der Forstreferent der Bezirkskammer Weiz, Josef Krogger. Der Fichtenanteil, so Krogger, sei zugunsten des Mischwaldes spürbar zurückgegangen. Nur wenn der Wald gesund sei (zu messen an Artenvielfalt, mehreren horizontalen und vertikalen Schichten, am Prozentanteil der Kronen in der Oberschicht und an der Jahresringbreite), könne der Wald seine Funktion als CO2-Speicher, Schutz vor Bodenerosionen, als Objektschutz, Erholungsraum und Arbeitsplatz garantieren.´

"EKG-Wald"

Neben einer latenten und witterungsabhängigen Fichtenborkenkäfergefahr mache sich seit einigen Jahren das Eschentriebsterben massiv spürbar, erklärt Josef Krogger. Derzeit werde über das Projekt „Esche in Not“ versucht, ein gegen den verantwortlichen Pilz resistentes Saatgut zu züchten.
Der Klimawandel, so Gabriele Vorraber vom Waldverband Weiz, erfordere langfristige Gegenmaßnahmen. Im Zuge eines Maturaprojektes haben Schülerinnen der HLW Weiz das sogenannte „EKG-Wald“ entwickelt, mit dem Grundbesitzer für die Gesundheit ihres Waldes entscheidende Parameter erheben können.

Tipps für den Waldbesucher

Seit 1975 darf Wald (mit Ausnahme von Kulturflächen bis zu einer Wuchshöhe von 3 Metern) laut Gesetz für Erholungszwecke betreten werden. „Wer Waldfläche betritt“, so Gabriele Vorraber vom Waldverband Weiz, „muss aber wissen, dass er sich auf Privatbesitz begibt.“ Dementsprechend respektvoll der Natur und dem Eigentum anderer gegenüber habe man sich bei Wanderungen oder Spaziergängen zu verhalten.
Besonders zu achten sei dabei auf die Schonung der Pflanzen, auf Müllvermeidung und – besonders wichtig in heißen, trockenen Jahreszeiten – auf den vollständigen Verzicht von Hitzequellen wie Zigaretten und Streichhölzern oder wärmeentwickelnden Materialien.
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