20.04.2017, 14:13 Uhr

Gesunde Mitarbeiter im Bergbau

V.l.: Bernd Leinich, Willi Denifl, Klaus Dörfler, Kurt Völkl, Franz Hatzl.

Die Mitarbeiter des Talkbergbauwerkes am Rabenwald setzen in einem eigenen Programm erfolgreich auf Gesundheit und Fitness.

Bereits vor 22 Jahren erfolgte beim größten Talkbergbau Mitteleuropas am Rabenwaldkogel (ein Unternehmen von Imerys Talc Austria) mit Unterstützung der Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau (VAEB) die Entscheidung zur Institutionalisierung von gesundheitsfördernden Maßnahmen. Das Bergbauunternehmen startete damals ein Pilotprojekt mit einer Gesundheitswoche im Josefhof in Graz zur Regeneration von Mitarbeitern.
Seit 2007 wird diese Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) bei Imerys durch ein ganzjähriges Programm umgesetzt. Das Thema ist heute Teil der Unternehmerstruktur, Imerys Talc Austria ist mehrfacher Gütesiegelbetrieb und setzt somit neue Maßstäbe hinsichtlich Gesundheitsförderung und Prävention im Bergbau.

Motivation durch Spitzensportler

Mehr als 65 Prozent der Belegschaft nutzen die verschiedenen Maßnahmen zur Gesundheitsförderung: 3000 Kilogramm Gratisobst an allen Standorten, medizinische Schwerpunktuntersuchungen, Fitness-Schecks, tägliche Fitnesspausen, Gesundheitswochen von der Sozialversicherung, Gesundheitstage an allen Standorten, medizinische Untersuchungen wie Wirbelsäulenscreening, Kalorienverbrauchsmessungen, Muskelkraftanalysen und Messung der Stressresistenz. Zudem werde der Sportgeist mit diversen Wettbewerben geweckt, Franz Hatzl, Betriebsleiter am Rabenwald.
Zusätzlich motiviert werden die Mitarbeiter durch den Einsatz vom prominenten Spitzensportler Willi Denifl, der ein eigens Konzept zur Steigerung körperlicher und geistiger Fitness erarbeitet hat.

Weniger Krankenstände

„Der Gesundheitsfonds Steiermark legt im Zuge der steirischen Gesundheitsreform auch zukünftig einen Schwerpunkt auf die Förderung der Gesundheitsressourcen der steirischen Bevölkerung“, so Bernd Leinich, Geschäftsführer des Gesundheitsfonds Steiermark.
Durch den technischen Fortschritt wird den österreichischen Bergbaubeschäftigten ein Großteil der körperlichen Arbeit durch Geräte und Maschinen abgenommen. Der Nordische Kombinierer Willi Denifl: „Aber auch acht Stunden täglich in einer klimatisierten LKW-Fahrerkabine machen müde. Hier finden wir im Werk Rabenwald auf der Basis meiner Erfahrungen aus dem Spitzensport ein spannendes Ausgleichskonzept.“
Und die Rechnung geht auf: „Die Gesundheitsmaßnahmen sind nicht zuletzt bei den geringen Krankenständen unserer Mitarbeiter bemerkbar“, bestätigt Imerys-Chef Klaus Dörfler die Nachhaltigkeit der BGF. Im Österreichischen Durchschnitt waren Arbeiter im Jahr 2016 12,3 Tage im Krankenstand, bei der Imerys Talc Austria waren es lediglich 6,7 Tage.
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