08.12.2017, 19:16 Uhr

Weihnachtsüberraschung in Rothgmos

Besucher und Errichter beim zufälligen Aufeinandertreffen entlang des Krippenweges mit Aussicht!

Ein Entdeckungsspaziergang lohnt sich am Rothgmoser Krippen-Rundweg.

In der Gemeinde Gersdorf ist im Ortsteil Rothgmos, ein besonderes Kleinod im Advent zu finden. Entlang eines, an einem sonnigen Südhang gelegenen, Waldpfades findet man über 70 Krippen und Figuren eingebettet in die Natur, die zum Entdecken einladen.

Viele machen mit

Vor einigen Jahren hatte Begründer Helmut Schinzl, selbst jahreslanges Mitglied beim Krippenbauverein Oststeiermark, die Idee, am alten Kirchweg eine Krippe aufzustellen. Das war 2011, seitdem ist die Anzahl der Krippen entlang des Weges stetig gestiegen, denn viele Rothgmoser Familien haben sich dieser Idee angeschlossen und ebenfalls Krippen errichtet. Besonders aktiv sind dabei die Familien Ackerl, Berghofer, Haider, Handl-Weber, Hofer, Sailer, Schinzl und Weber und noch viele weitere. Heuer wurde erstmals sogar ein Rundweg installiert. „Mich wundert’s, was aus der Idee geworden ist“, sinniert der „Vater“ des Krippenweges, Helmut Schinzl. „Und alle Jahre werden es mehr!“, freut er sich.

Naturmaterialen und Upcycling

Tagtäglich macht er eine Runde, um darauf zu achten, dass die Krippen der Witterung standhalten und die Tiere des Waldes nicht zu viel verschleppen. Denn die verarbeiteten Materialen stammen aus der Natur und so manches Mäuslein hat seine Freude daran, die Nüsse zu klauen oder mit einem Stoff- bzw. Wollstück das eigene Nest auszukleiden.
Bei besonders originellen Krippen kommt man auch zum Schmunzeln. Denn es werden auch Recycling-Materialen neu interpretiert oder Materialien zweckentfremdet eingesetzt. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Jung und Alt bauen mit – so gab es z. B. auch schon Krippen aus Lego oder aus Werkzeugen. Auch sind nicht alle Jahre die gleichen Krippen zu sehen – wegen der Abwechslung!

Geheimtipp

Besonders geheimnisvoll wirkt der Rothgmoser Krippenrundweg bei Schnee oder Raureif. Der gemütliche Spaziergang bietet zudem einen herrlichen Ausblick auf die umliegenden Berge und die Pischelsdorfer Kirche. Sehr beliebt ist der Besuch dieses Weges auch am Heiligen Abend, bevor das Christkind kommt. Aber über eines muss man sich im Klaren sein: Achtung Krippenvirus! Ansteckungsgefahr von den Kindern bis zu den Urgroßeltern!

Weg vom Rummel

Wie lange man braucht für den Weg? Das hängt davon ab, wieviel Zeit man benötigt, all die selbst gebauten Werke in den Wurzeln, Baumstümpfen etc. zu entdecken und betrachten. Eine- bis eineinhalb Stunden sollte man sich auf jeden Fall Zeit nehmen. Der Effekt dabei: Beim Entdecken und Betrachten erfährt man eine Entschleunigung, die uns in diesen vielleicht manchmal hektischen Tagen als Seelennahrung dienen kann. Und Kinder lieben diesen Entdeckungsspaziergang sowieso!
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