Mit Kieselsteinen Brücken bauen

Mobile Demenz- und Hospitzbetreuung: Martina Hölbling und Silke Tanzmeister bieten ein einzigartiges Konzept an.
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  • hochgeladen von Karla Jöstl-Schmerda

Die Zeiten, als Martina Hölbling und Silke Tanzmeister Anrufern erklären mussten, dass sie keine Steine verkaufen, liegen schon lange zurück. Im November werden es bereits drei Jahre in denen das 2-Personen-Kieselstein-Team Menschen mit Demenz und deren Angehörige unterstützt und begleitet. Die engagierten Frauen bieten ein ganzheitliches Angebot an, bei welchem die Betreuung von Demenzkranken zu Hause gefördert und die Pflegenden so niederschwellig wie möglich unterstützt werden.

„Der Weg ist im Gehen entstanden“


Die diplomierten Krankenschwestern arbeiteten beide im selben Pflegeheim und erkannten dort, was Menschen mit Demenz und vor allem deren Angehörige bei der Pflege zu Hause brauchen. Die Umsetzung dieser ganzheitlichen Betreuung gelang schließlich mit der Erföffnung ihrer Fachpraxis. Auch wenn von Seiten der Politik Steine in den Weg gelegt und keine Förderungen bewilligt wurden, verhalfen Weiterempfehlungen und Spenden von Ärzten und Gesundheitseinrichtungen sowie Mundpropaganda schnell zu einem Anstieg des Bekanntheitsgrades.

Individuelle Betreuung


Der Name Kieselstein kommt nicht von ungefähr, er spiegelt das Konzept der Fachpraxis wider. Denn so wie der Mensch werden Kieselsteine von der Natur geformt und sind einzigartig. Auch das Angebot von Martina Hölbling und Silke Tanzmeister wird individuell auf die Ansprüche der Kunden abgestimmt, da oft schon eine „Kleinigkeit“ genügt um das System zu Hause zu entlasten. Neben einem kostenlosen Erstgespräch gibt es Informations-, Beratungs-, und Entlastungsgespräche für Angehörige. Für die Demenzerkrankten werden mobile Begleitung und stundenweise Betreuung zu Hause angeboten. Dazu kommen das Angebot von pflegerischen und organisatorischen Hilfestellungen sowie das Coaching von Angehörigen und 24h-Betreuungspersonen. Das Wichtigste, so sind sich die beiden Kieselsteine einig, ist es ein Gefühl der Sicherheit zu vermitteln.

Kraut und Rübe


Das Angebot umfasst auch eine Rufbereitschaft in Form eines Krisentelefons bei schwierigen Situationen. Zudem begleiten die beiden Frauen auch Menschen mit Demenz in der letzten Lebensphase. In Form von Vorträgen und Weiterbildungen lässt das 2er-Team auch Interessierte und Betroffene an ihrem Wissen teilhaben. Einen ganz besonderen Auftritt haben die beiden, wenn sie als Frau Kraut und Herr Rübe in Pflegeheimen unterwegs sind. So ähnlich wie die Klinik-Clowns erheitern sie den Alltag der Patienten, wobei es das Ziel ist „mit Humor eine Brücke zu bauen“. Neben den Strapazen des Berufes sehen die Kieselsteine auch klar die Vorzüge. „Menschen mit Demenz holen dich in den Moment zurück weil sie im Moment leben. Das sind die schönen Augenblicke. Das gibt Kraft fürs Leben“ sind sich Martina Hölbling und Silke Tanzmeister einig.

Mobile Demenz- und Hospitzbetreuung: Martina Hölbling und Silke Tanzmeister bieten ein einzigartiges Konzept an.
Türen auf in der Fachpraxis in Kapfenberg.

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