Trofaiach/Bruck an der Mur
Rambos Körper hat frühzeitig "w.o." gegeben

Andreas Rambo Ropin musste am Tag 21 seiner "1 vs 10"-Tour leider aufgeben. | Foto: Ropin
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  • Andreas Rambo Ropin musste am Tag 21 seiner "1 vs 10"-Tour leider aufgeben.
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Schweren Herzens musste Andreas Rambo Ropin seine jüngste Wahnsinnsaktion abbrechen; die Gesundheit bzw. sein eigener Körper haben ihm leider einen Strich durch die Rechnung gemacht.

TROFAIACH/BRUCK. Es hätte eigentlich alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen sollen: Anlässlich seines 15-Jahr-Jubiläums wollte Andreas Rambo Ropin mit seiner Aktion "1 vs 10" alles toppen, was er bisher an Extremsport-Expertimenten gewagt hatte: Von Trofaiach ausgehend wollte er innerhalb von zwei Monaten alle höchsten Gipfel von neun Ländern – Österreich und allen Nachbarländern – "everesten", ein Begriff, den er erfunden hat und den er schon das ein oder andere Mal umgesetzt hat. "Einen Berg everesten heißt, ihn so oft zu bezwingen, bis die Höhe des Mount Everest, also 8.848 Meter erreicht sind", erklärt Rambo. Die Distanzen zwischen den jeweiligen Bergen hätte er mit seinem Rennrad bezwingen wollen. Als Zeitrahmen hatte sich Rambo zwei Monate vorgegeben – wir haben darüber berichtet.

Wenn Rambo nicht gerade auf den Berg lief war er mit dem Rad unterwegs. | Foto: Ropin
  • Wenn Rambo nicht gerade auf den Berg lief war er mit dem Rad unterwegs.
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Leider war aber schon nach 21 Tagen Schluss. Der Grund: die Gesundheit bzw. sein Körper. "Ich habe im Kreuz irrsinnige Schmerzen bekommen und zusätzlich hat mir mein linkes Sprunggelenk immer mehr Probleme gemacht. Ich habe mir nämlich vor zwei Monaten das Sprunggelenk schwer verletzt, als ich einmal komplett umgeknöchelt bin. Es war damals ziemlich stark angeschwollen und blau; ich habe mir das aber nicht untersuchen lassen, weil ich so kurz vor meiner geplanten Aktion keine negativen Schwingungen mitnehmen wollte", erklärt Rambo.

Fit für die Jubiläums-Tour

Gemeinsam mit seinem Physiotherapeuten hat er sich deshalb einen Plan zurechtgelegt, wie er die Aktion dennoch durchziehen könnte; mehrere Tests durchlaufen, bei denen das Sprunggelenk eigentlich wieder einwandfrei funktioniert hat. Die Extrembelastung der letzten Wochen dürfte dann aber doch etwas zu viel gewesen sein.

Die Übernachtungs-Gelegenheiten waren nicht gerade luxuriös.
  • Die Übernachtungs-Gelegenheiten waren nicht gerade luxuriös.
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Beim vierten Anlauf auf den Triglav (höchster Berg von Slowenien) war Schluss: "Ich habe gemerkt, das geht sich einfach nicht mehr aus. Ich habe zuvor drei wirklich geile Durchgänge gehabt und war mit einer Freude dabei. Aber auf einmal sind die Probleme so schnell so massiv geworden, deshalb habe die Aktion nach langem Hin und Her unter schweren Herzens beendet", so der Trofaiacher geknickt.

Rambo musste aus gesundheitlichen Gründen aufgeben, was ihm mental momentan noch sehr zusetzt. | Foto: Ropin
  • Rambo musste aus gesundheitlichen Gründen aufgeben, was ihm mental momentan noch sehr zusetzt.
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"Körperlich gehts mir nach einigen Tagen jetzt wieder halbwegs gut, aber mental bin ich momentan voll Banane", beschreibt er seinen momentanen Zustand. Auch, weil das, was noch gekommen wäre, genau sein Ding gewesen wäre: "Ich habe mich schon so auf die nächsten Berge gefreut, das wäre so geil geworden, genau mein Ding. Aber es sollte offensichtlich nicht sein."

Auszeit zum Runterkommen

Deshalb hat er sich jetzt einmal bewusst eine Auszeit genommen und sich zurückgezogen. "Ich wollte niemanden sehen, mit niemandem reden, das Ganze einfach einmal für mich verarbeiten. Ich war natürlich beim Arzt, habe mir das anschauen lassen. Aber ich werde keine Operation brauchen, sondern das mithilfe von diversen Therapien und Übungen wieder in den Griff kriegen, da bin ich zuversichtlich."

Einige Gipfelsiege blieben Rambo zwar vergönnt, am Triglav in Slowenien war aber Schluss mit lustig. | Foto: Ropin
  • Einige Gipfelsiege blieben Rambo zwar vergönnt, am Triglav in Slowenien war aber Schluss mit lustig.
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Es wird dies auch nicht das Ende seiner Karriere sein: "Ich werde wieder weitermachen. Ob ich diese Aktion irgendwann nachhole, weiß ich noch nicht, aber wahrscheinlich eher nicht. Aber es gibt andere Projekte, die ich schon in meinem Kopf habe und die ich umsetzen möchte."

Eines der Probleme bei "1 vs. 10" war ja auch, dass aufgrund fehlender zusätzlicher Sponsoren sein Vater als Begleitperson nicht wie geplant dabei sein konnte. "Dadurch war ich die ganze Zeit allein unterwegs, hab alle meine Sachen in einem großen schweren Anhänger mitführen müssen. Das waren natürlich zusätzliche Strapazen, die von Beginn an so nicht geplant waren und die das Ganze zusätzlich sicher um ein weiteres Drittel noch anstrengender und schwieriger gemacht haben", so Rambo. "Ich bin auch nur ein Mensch, es gibt auch für mich Grenzen. Jetzt gehts langsam, step by step weiter. Es war sicherlich für irgendetwas gut, wie alles gekommen ist. Nur momentan erkenne ich den Sinn dahinter noch nicht", resümiert Rambo.

Keine großen Ankündigungen mehr

Und was er aus dieser Aktion auf jeden Fall mitnimmt: "Ich werde meine geplanten Aktionen künftig wohl nicht mehr so groß ankündigen. Ich habe mir dadurch einen irrsinnigen Druck aufgebaut, das möchte ich nicht mehr." Auch, weil ihm die negativen Kommentare so mancher User auf Social Media immer mehr zusetzen. "Ich muss das immer irgendwie ausblenden, aber was sich da mittlerweile abspielt, wie gemein und untergriffig die Wortmeldungen da teilweise sind, das ist echt nicht mehr normal", schüttelt er den Kopf.

Da gings sowohl Kreuz als auch Sprunggelenk noch gut, das sollte sich aber bald ändern. | Foto: Ropin
  • Da gings sowohl Kreuz als auch Sprunggelenk noch gut, das sollte sich aber bald ändern.
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Eines ist ihm aber wichtig, als Botschaft für alle da draußen: "Gehts raus in die Natur, bewegts euch, ernährts euch gesund. Das ist das Um und Auf."

Hier findest du den Beitrag zum Start der Jubiläumsaktion:

Rambo stellt mit Jubiläums-Großprojekt alles bisherige in den Schatten

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