Faßmann gratuliert
Virologin Puchhammer-Stöckl ist „Wissenschaftlerin des Jahres“

Die Wiener Virologin Elisabeth Puchhammer-Stöckl ist vom Klub der Bildungs- und Wissenschaftsjournalisten zur Wissenschaftlerin des Jahres 2020 gewählt worden. Mit der Auszeichnung wird die Vermittlungsarbeit der 58-jährigen Leiterin des Zentrums für Virologie der Medizinischen Universität Wien vor allem während der Coronavirus-Pandemie gewürdigt.
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  • Die Wiener Virologin Elisabeth Puchhammer-Stöckl ist vom Klub der Bildungs- und Wissenschaftsjournalisten zur Wissenschaftlerin des Jahres 2020 gewählt worden. Mit der Auszeichnung wird die Vermittlungsarbeit der 58-jährigen Leiterin des Zentrums für Virologie der Medizinischen Universität Wien vor allem während der Coronavirus-Pandemie gewürdigt.
  • Foto: ORF
  • hochgeladen von Anna Richter-Trummer

Die Virologin Elisabeth Puchammer-Stöckl wurde zur Wissenschaftlerin des Jahres gekürt. Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP), Minister für Bildung, Wissenschaft und Forschung, gratuliert. Puchhammer-Stöckl leitet das Zentrum für Virologie an der Universität Wien. Sie folgt auf die Grazer Historikerin Barbara Stelzl-Marx, die 2019 die Auszeichnung erhielt.

ÖSTERREICH. „Puchhammer-Stöckl ist eine authentische Kommunikatorin im Dienste der Wissenschaft", so Faßmann in seiner Laudatio: "In einer extrem herausfordernden Zeit setzt sie ihre hohe Kompetenz seriös und für die Politik zielführend ein. Ihre Wahl belegt außerdem die wichtige Rolle der Medizinischen Universität Wien gerade in Zeiten der Corona-Pandemie. Ich gratuliere ganz herzlich zur Auszeichnung.“ Auch Wiens Bürgermeister Michael Ludwig zeigt sich von der Wahl begeistert. "Ich gratuliere der Virologin Elisabeth Puchhammer-Stöckl von der @MedUni_Wien sehr herzlich zu ihrer Auszeichnung als Wissenschafterin des Jahres. Wissenschaft ist ein wichtiger Innovationstreiber unserer Gesellschaft", postet er auf Twitter.

"Macht Wissenschaft für Laien verständlich"

Die 58-jährige Virologin wurde vom Klub der Bildungs- und Wissenschaftsjournalisten zur Wissenschaftlerin des Jahres 2020 gewählt. Mit der Auszeichnung wird vor allem ihre die Vermittlungsarbeit während der Coronavirus-Pandemie gewürdigt. Puchhammer-Stöckl steht auch dem Bildungsministerium bei schwierigen Entscheidungen mit ihrer Expertise zur Verfügung. Die Leiterin des Zentrums für Virologie an der Universität Wien versteht es stets, komplexe wissenschaftliche Zusammenhänge auch für Laien verständlich darzustellen, so Faßmann in einer Aussendung.  SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner gratuliert via Twitter: "Ich gratuliere der Virologin Elisabeth Puchhammer-Stöckl von der  @MedUni_Wien sehr herzlich zu ihrer Auszeichnung als Wissenschafterin des Jahres. Wissenschaft ist ein wichtiger Innovationstreiber unserer Gesellschaft."

"Sachlich und unaufgeregt"

Puchhammer-Stöckl hat in den vergangenen Monaten immer wieder Fakten und Hintergründe des Coronavirus SARS-CoV-2 erklärt, wobei vor allem ihre „unaufgeregte Art“ und „sachliche Information“ geschätzt werden. „Wir alle, WissenschaftlerInnen wie JournalistInnen, haben im Jahr 2020 wohl sehr viel dazu beigetragen, das Verständnis der Menschen für die virologischen Grundlagen der Pandemie zu fördern, und auch im Angesicht einer unübersehbaren Flut von Informationen die relevanten wissenschaftlichen Aspekte herauszuarbeiten“, sagte Puchhammer-Stöckl in einer ersten Reaktion. "Herzlichen Glückwunsch an Elisabeth Puchhammer-Stöckl zur Wissenschafterin des Jahres 2020!", so der Österreichische Frauenring: "Gerade in diesen bewegten Zeiten ist es ein sehr positives Zeichen, dass eine kompetente Frau im gerade aktuellesten Thema diese Auszeichnung erhält!"

Erforscht "natürliche Killerzellen"

Geboren wurde Puchhammer-Stöckl in Wien, wo sie Medizin studierte und über ein Projekt an die Virologie kam. Sie habilitierte nach ihren Ausbildungen zur Fachärztin für Hygiene und Mikrobiologie sowie zur Fachärztin für Virologie. Wissenschaftlich konzentriert sie sich auf sogenannte "persistierende Viren", also Erreger wie etwa Herpesviren, die nach einer Infektion ein Leben lang im Körper bleiben und diesen beeinflussen. Im Zusammenhang mit Coronaviren erforscht sie mit ihrer Gruppe u.a. die Immunantwort von "Natürlichen Killerzellen", die ganz am Anfang der Infektion steht. Im Jahr 2000 wurde sie außerordentliche Professorin am Zentrum für Virologie, das sie seit 2018 leitet. Anfang Dezember der Vorjahres übernahm Puchhammer-Stöckl, die Mitglied der Ampel-Kommission war und nach wie vor der Corona-Taskforce des Gesundheitsministers angehört, eine Professur im Fachbereich Virologie der Medizinuniversität Wien.

Folgt Barbara Stelzl-Marx

Die Wahl wird seit 1994 jährlich durchgeführt, der Journalistenklub will damit das Bemühen von Forscherinnen und Forschern auszeichnen, ihre Arbeit und ihr Fach einer breiten Öffentlichkeit verständlich zu machen und damit das Ansehen von Wissenschaft und Forschung in Österreich zu heben. In den vergangenen Jahren haben die Historikerin Barbara Stelzl-Marx (2019), der Chemiker Nuno Maulide (2018), der Komplexitätsforscher Stefan Thurner (2017/MedUni Wien), die Gendermedizinerin Alexandra Kautzky-Willer (2016/MedUni Wien) und der Archäologe Wolfgang Neubauer (2015) die Auszeichnung erhalten.

"2021 ist nicht das Jahr des Aufschwungs"
"Können Schüler nicht so lange einsperren"

Quelle: Med Uni Wien

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