Garten klimafit machen
Nachhaltig schön: Der Traum vom Garten
- Mulchen hilft der Diversität und verhindert das rasche Austrocknen der Erde.
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Die beste Zeit zum Gießen ist morgens und eine Mulchschicht verhindert zu schnelles Verdunsten und das Austrocknen der Erde. Die Umweltberatung empfiehlt außerdem bei der Pflanzen-Wahl auf Klimaresistenz zu achten und mit Regenwasser zu gießen.
ÖSTERREICH. Ein blühender Balkon oder Garten ist der Traum vieler Österreicherinnen und Österreich. In Zeiten von Wassermangel, Urlaub und Klimakrise ist das mit der Bewässerung kein einfaches Thema. Um den Durst der Pflanzen an Hitzetagen zu stillen, gibt es einige gute Tipps.
Blumenwiese statt englischer Rasen
Wie klimafit ein Garten ist, entscheidet sich bereits bei der Wahl der Pflanzen. Trockenheitsresistente und somit klimawandelfitte Pflanzen, die für den jeweiligen Standort passen, sind einfach in der Pflege und sparen Gießwasser. Englischer Rasen mag zwar wegen seiner Optik beliebt sein, bietet aber keinen Raum für Artenvielfalt und verschluckt Unmengen an Wasser. Eine naturnahe Blumenwiese oder ein pflegeleichter Blumenrasen benötigen weniger Wasser, bieten den Tieren reichlich Nahrung und tragen zur natürlichen Vielfalt bei.
- Eine naturnahe Blumenwiese bietet Lebensraum und Nahrung für Artenvielfalt.
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Richtiges Gießen
Die Wahl klimaresistenter Pflanzen, die Verwendung von Regenwasser und solarbetriebene Bewässerungsanlagen leisten einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit. Wer zur rechten Zeit – nämlich morgens – gießt, fördert die Gesundheit der Pflanzen. Am Morgen ist es noch nicht allzu heiß, sodass die Temperatur von Pflanze und Wasser nicht allzu weit auseinander liegen. Im besten Fall erspart man sich zusätzliche Pflegemaßnahmen, die durch falsches Gießen notwendig wären.
Gartenexpertin von Die Umweltberatung Alexandra Syen nennt noch weitere gute Gründe, die für das Gießen am Morgen sprechen:
"Die Nacktschnecken sind in der Früh weniger aktiv und werden daher durch morgendliches Gießen nicht angelockt. In der Früh trocknen außerdem die Pflanzen auch schneller wieder ab. Und da nasses Laub Pilzkrankheiten fördert, beugt bodennahes Gießen am Morgen den Pilzkrankheiten vor."
Keinesfalls gießen sollte man zur Mittagszeit. Selbst wenn die Pflanzen besonders durstig wirken, ist es lediglich eine "Mittagsdepression", die am Abend wieder vergeht.
Regenwasser verwenden
Regenwasser ist die beste Option. Nicht nur, weil es die nachhaltigste ist, sondern auch, weil es kalkfrei und meist wärmer als Brunnen- oder Leitungswasser ist. Besonders kalkempfindliche Pflanzen wie Farne, Ginster, Hauswurz, Narzissen, Schwertlilien und Primeln bevorzugen Regenwasser. Man kann die Gießkanne in der Regentonne anfüllen oder an eine geschlossene Regentonnen mit einer vorgeschalteten Filterung den Gartenschlauch anschließen.
- Regenwasser ist von Natur aus kalkarm, kostenlos und ressourcenschonend.
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Für Trockenheit "trainieren"
Wird weniger oft, dafür kräftig mit der Hand gegoßen, regt das die Wurzelbildung in die Tiefe an. Die tiefreichenden Wurzeln können dann trockene Perioden besser überstehen. Bei Bewässerungsanlagen empfiehlt sich die Tröpfchenbewässerung, da sie verhindert, dass Nährstoffe aus der Erde geschwemmt werden. Eine Brause ist besser als ein starker Wasserstrahl. Solarbetriebene Bewässerungsanlagen helfen beim Energiesparen.
Die vielen Vorteile des Mulchen
Unter Mulchen versteht man "das Abdecken des Bodens mit organischem Material". Die Mulchschicht hat eine isolierende Wirkung, die hilft Temperaturunterschiede auszugleichen und so vor dem Austrocknen bewahrt. Die Auswahl an Materialien ist riesig: von Rindenmulch über Chinaschilf bis hin zu Dinkelspelz. Oftmals steht auf den Holzschnitzel- und Rindenmulchsäcke "Bio", das bedeutet aber nicht automatisch, dass es für den ökologischen Landbau geeignet ist.
Die Umweltberatung empfiehlt auf Materialien und Produkte aus der Region zurück zu greifen. Besonders jene, die mit dem "biologisch gärtnern"-Gütesiegel gekennzeichnet sind. Vor allem Material aus dem eigenen Garten bietet sich an. Grasschnitt eignet sich allerdings nicht für die Gemüsebeete, weil mit ihm ungebetene Gäste ins Beet eingeschleppt werden können, wie etwa Schnecken oder Raupen. Produkte von Nadelgehölzen sollten nur bei säureliebenden Moorbeetpflanzen zum Einsatz kommen, da sie den ph-Wert im Boden senken.
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