„Jugend Eine Welt“
Reinhard Heiserer ist Fundraiser des Jahres 2025
- Fundraiser des Jahres 2025: Reinhard Heiserer, Geschäftsführer Jugend Eine Welt.
- Foto: Sima Prodinger
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Reinhard Heiserer, der Gründer der internationalen Hilfsorganisation "Jugend Eine Welt" wurde am Dienstag als „Fundraiser des Jahres“ prämiert. Er reiht sich somit in die Liste prominenter Preisträgerinnen und Preisträger, wie Gery Keszler, Heli Dungler, Sabine Haag oder zuletzt Michael Landau, ein.
ÖSTERREICH. Reinhard Heiserer ist der „Fundraiser des Jahres“. Bei der jährlich stattfindenden Verleihung der Österreichischen Fundraising-Awards wurde der Jugend Eine Welt-Geschäftsführer für sein langjähriges Wirken ausgezeichnet. Der gebürtige Tiroler, der vor 28 Jahren die österreichische Entwicklungsorganisation Jugend Eine Welt mitgründete, reiht sich somit in die Liste prominenter Preisträgerinnen und Preisträger, wie Gery Keszler, Sabine Haag, Heli Dungler, Marianne Hengl, Werner Kerschbaum, Pius Strobl oder zuletzt Michael Landau, ein.
Über 3.000 Hilfsprogramme
Der gelernte Elektrotechniker wirkte als Mitarbeiter des früheren Österreichischen Entwicklungsdienstes 1991 erstmals bei Berufsausbildungsprojekten in Ecuador mit. Im Straßenkinder- und Berufsausbildungszentrum „San Patricio“ der Salesianer Don Boscos in der Hauptstadt Quito packte der gelernte Elektrotechniker über 4 Jahre lang kräftig selbst mit an, als es darum ging, ehemaligen Straßenkindern einen Beruf wie jenen des Elektrikers zu lehren und die praktische Berufsausbildung weiterzuentwickeln.
- v.l.n.r.: Laudatorin Sophie Lauringer (Chefredakteurin Der Sonntag), Reinhard Heiserer (Geschäftsführer Jugend Eine Welt) Ruth Williams (Geschäftsführerin Fundraising Verband Austria).
- Foto: Sima Prodinger
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Jungen Menschen aus prekären Verhältnissen die Chance auf Bildung und Ausbildung zu ermöglichen, wurde damals zum leitenden Gedanken im Leben des gebürtigen Tirolers und zum Grundstein für die Gründung seiner Hilfsorganisation Jugend Eine Welt 1997. Unter dem Credo „Bildung überwindet Armut“ konnte Jugend Eine Welt seither über 3.000 Hilfsprogramme in rund 50 Ländern in Asien, Afrika, Lateinamerika, Osteuropa und im Nahen Osten ermöglichen und über 125 Millionen Euro an Spenden sammeln.
"Wichtig, sich noch vehementer für die Sache einzusetzen"
Reinhard Heiserer nahm den Award mit folgenden Worten entgegen: „Ich bedanke mich sehr herzlich für diese ehrenvolle Auszeichnung. Gerade in Zeiten wie diesen, in denen die USA und Staaten in Europa, darunter auch Österreich, ihre Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit im Globalen Süden massiv kürzen und den Blick verstärkt auf sich selbst richten, ist es wichtig, sich noch vehementer für die Sache der EINEN WELT einzusetzen."
- Heiserer wird oft als „der Kopf, das Herz, der Motor von Jugend Eine Welt“ bezeichnet.
- Foto: Jugend Eine Welt
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"Es kann nicht sein, dass der Wohlstand in den USA oder Europa maßgeblich auf Ausbeutung, Kinderarbeit und Umweltzerstörung in Ländern des Globalen Südens beruht. Der Schweizer Soziologe Jean Ziegler sagte einmal sinngemäß: Wir müssen den Menschen in Afrika nicht mehr spenden, es reicht, wenn wir ihnen weniger stehlen! Wir müssen den Kindern und Jugendlichen durch Schul- und Berufsausbildung Perspektiven geben. Es geht um Gerechtigkeit, faire Weltwirtschaftsbeziehungen, eine gesunde Umwelt. Es geht um unsere EINE Welt, in der wir alle leben, es geht um ein ‚Gutes Leben‘ für alle (buen vivir)“, so Heiserer.
Preisträger in den weiteren Kategorien
Der Fundraising-Award für die Aktion des Jahres ging heuer an die CS Caritas Socialis für das großangelegte Benefizkonzert im Wiener Konzerthaus anlässlich 30 Jahren CS Hospiz Rennweg. Mit dem Fundraising Award Direct Mailing des Jahres wurde die St. Anna Kinderkrebsforschung ausgezeichnet, die exemplarisch zeigt, wie datenbasiertes Fundraising erfolgreich eingesetzt werden kann. Dem neunerhaus wurde für den "neunerhaus Adventkalender 2024“ der Award für die Online-Kampagne des Jahres verliehen. Für den besten Fundraising-Spot des Jahres wurde Greenpeace prämiert, deren Spendenspot das Thema Bodenversiegelung zugänglich machte.
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