KFV
Jeder dritte Unfall durch Ablenkung

Beim Schreiben von Textnachrichten steigt das Unfallrisiko um das 23-fache.
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  • Beim Schreiben von Textnachrichten steigt das Unfallrisiko um das 23-fache.
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Ablenkung ist die häufigste Ursache von Verkehrsunfällen in Österreich: Insgesamt 35 Prozent aller Verkehrsunfälle in den vergangenen fünf Jahren waren auf die Unfallursache Unaufmerksamkeit und Ablenkung zurückzuführen. Tendenz steigend.

ÖSTERREICH. Hinweise auf eine Zunahme abgelenkten Verhaltens im Straßenverkehr liefern aktuelle Daten des Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV). Rund 1.200 Personen wurden dafür befragt. Für die diesjährige Verkehrsbeobachtung wurden außerdem jeweils rund 10.000 Fußgängern und Radfahrenden im Straßenverkehr durch das KFV beobachtet. 

"Im Vergleich zur letzten Beobachtung im Jahr 2016 ist der Anteil an abgelenkten Radfahrenden von 8 auf 17 Prozent und bei den Fußgängern von 30 auf 37 Prozent gestiegen. Das bedeutet, dass gut jeder sechste Radfahrende und mehr als jeder dritte Fußgänger beim Queren einer Straße anderweitig beschäftigt war", heißt es vom KFV in einer Aussendung.

Während Fußgänger meist telefonierten (14 Prozent) oder intensive Gespräche mit Begleitpersonen führten (10 Prozent), gehöre das Telefonieren bzw. Musik hören (12 Prozent) zu den häufigsten Nebentätigkeiten des Radverkehrs.

Digitale Geräte – die meiste Ablenkung?

In der Eigenwahrnehmung der befragten Pkw-Lenker hat laut KFV vor allem der Anteil der Beschäftigung mit digitalen Geräten stark zugenommen: Allen voran das Telefonieren mit Freisprecheinrichtung (2021: 66 Prozent, 2016: 50 Prozent) und das Bedienen von Radio/Entertainmentsystemen (2021: 61 Prozent, 2016: 42 Prozent). Mehr als ein Viertel der Pkw-Lenker gibt zu, durch das Lesen und Verfassen von Texting-Nachrichten abgelenkt zu werden. 

Einen Rückgang gab es hingegen etwa beim Führen intensiver Gespräche oder Nachdenken bzw. Grübeln. Auch unter Fußgängern und Radfahrern ist ein Anstieg an Nennungen in Bezug auf die Nutzung digitaler Geräte bemerkbar – obwohl diese Tätigkeit tendenziell als gefährlich wahrgenommen wird.

Telefonieren am Steuer erhöht Unfallrisiko um Fünffache

"Schon kurze Phasen der Unaufmerksamkeit können im Straßenverkehr eine Gefahr für sich und andere bedeuten", warnt der KFV. Blickt ein Fahrzeuglenker auf sein Smartphone oder ist der Fußgänger beim Queren der Straße in ein Telefonat vertieft, schnellt das Unfallrisiko für alle beteiligten Personen in die Höhe. „Telefonieren am Steuer ohne Freisprecheinrichtung lässt das Unfallrisiko für Lenkende etwa um das Fünffache, das Schreiben von Textnachrichten sogar um das 23-fache ansteigen,“ mahnt Klaus Robatsch, Leiter des Bereichs Verkehrssicherheit im KFV.

Mehr als ein Sechstel aller befragten Verkehrsteilnehmer gab an, aufgrund von eigener Unaufmerksamkeit oder Ablenkung schon einmal eine kritische Situation oder einen Unfall erlebt zu haben. Knapp ein Drittel (30 Prozent) ist schon einmal in eine brenzlige Lage geraten, weil eine andere Person im Straßenverkehr abgelenkt war.

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Beim Schreiben von Textnachrichten steigt das Unfallrisiko um das 23-fache.
Blickt ein Fahrzeuglenker auf sein Smartphone oder ist der Fußgänger beim Queren der Straße in ein Telefonat vertieft, schnellt das Unfallrisiko für alle an der Verkehrssituation beteiligten Personen maßgeblich in die Höhe.

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