Seit 35 Jahren
Wunschkennzeichen sind beliebt wie nie zuvor
- Seit 35 Jahren kann man in Österreich Wunschkennzeichen für sein Fahrzeug beantragen.
- Foto: Privat
- hochgeladen von Sandra Kaiser
Vor 35 Jahren wurden in Österreich die umstrittenen weißen Autokennzeichen eingeführt. Um die erhitzten Gemüter zu beruhigen, wurden damals auch Wunschkennzeichen eingeführt - und die erfreuen sich bis heute großer Beliebtheit.
ÖSTERREICH. "Peppi 3 und Mausi 1" - solche persönlichen Kombinationen sind nach wie vor sehr gefragt. 2022 wurden im Burgenland rund 900 Wunschkennzeichen ausgestellt, 2020 waren es sogar 1.200. Für ein Wunschkennzeichen muss man einmalig 230 Euro bezahlen und kann es dann 15 Jahre lang nutzen. Allerdings gibt es Grenzen bei der Vergabe, wie Polizeisprecher Helmut Mabern gegenüber Ö1 erklärt: "Bezeichnungen oder Buchstabenfolgen, die anstößig sind, werden nicht zugelassen." Dazu zählen etwa Kombinationen aus dem rechtsextremen Spektrum wie "NS" oder Zahlen wie "88", die als Code für "Heil Hitler" stehen.
Seit 2015 sind auch IS-Kennzeichen-Wünsche verboten. Insgesamt wurden in den 35 Jahren seit Einführung der Wunschkennzeichen in Österreich mehr als 750.000 solcher Schilder ausgegeben.
- Bestimmte Ziffernkombinationen sind für Wunschkennzeichen gesperrt.
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- hochgeladen von Andrea Sittinger
Hitzige Debatte bei Umstellung
Die Einführung des österreichischen Wunschkennzeichens war von einer hitzigen Debatte Ende der 1980er-Jahre begleitet. Damals erfolgte der Wechsel von schwarzen zu weißen Kennzeichen, was zu starkem Widerstand in der Bevölkerung führte. Einer der lautesten Kritiker war der Künstler Friedensreich Hundertwasser, der darin eine Bedrohung für die österreichische Identität sah und sich entschieden gegen das Vorhaben von Verkehrsminister Rudolf Streicher stellte – jedoch ohne Erfolg: Die weißen Kennzeichen wurden eingeführt, und mit ihnen auch die Möglichkeit, individuelle Kennzeichen zu wählen. Diese kosteten damals 3.000 Schilling.
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