Info-Abend „Hofer Mühle“
Bürgermeister Karl Bohnstingl stand Rede und Antwort
- War um eine umfassende Information bemüht - Bürgermeister Karl Bohnstingl
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Unter dem Motto "Auf ein Wort!" stand Bürgermeister Karl Bohnstingl beim Ortsgespräch in der "Hofer Mühle" Rede und Antwort.
STAINZ. Die Informationspflicht der Bürger und Bürgerinnen durch die Gemeinden ist in der Gemeindeordnung festgeschrieben. Am vergangenen Dienstag lud Bürgermeister Karl Bohnstingl die Bewohner und Bewohnerinnen unter dem Motto „Auf ein Wort!“ zu einer Informationsveranstaltung in die „Hofer Mühle“. Nach der Begrüßung der Besuchenden, im Besonderen die Vizebürgermeister Christoph Oswald, Friedrich Scheer, GemKass Markus Kainz, Fraktionssprecher Franz Hopfgartner, Bürgermeister a.D. Walter Eichmann, stand vor der Antwort tatsächlich die Rede.
Der Bürgermeister unterteilte seine Information in die Bereiche Vergangenheit, Budget und Zukunft. Mit der Bevölkerungsanzahl 8.934 (Zunahme 348 seit 2015), den Geburten, Todesfällen, Hochzeiten und den Sitzungen (Vorstand 10, Gemeinderat 6) wurde zunächst die Statistik bemüht. „Die Anzahl der Einfamilienhäuser erlebt derzeit einen Rückgang“, zählte er 310 Vorhaben, 173 Verfahren und 89 Baulandbestätigungen im Bauamt auf. Zählt ebenfalls zur Bautätigkeit: Bürschtiweg, Altmichlweg, Florian-Wippel-Straße und Georgibergweg nahmen rund 500.000 Euro, die Beleuchtung Ettendorf 121.000 Euro in Anspruch.
Der Gemeindehaushalt
Nach den Kosten für die Pylonen an den Ortseinfahrten (32.400 Euro) nannte der Bürgermeister 1,060.500 Euro an investiven Kosten für die elf Feuerwehren. Nächster Punkt: das Freibad, das mit einem Behindertenlift und einem dritten Beachvolleyballplatz ausgestattet wurde. „Die Gesamtkosten für das Freibad belaufen sich damit auf etwa 7,4 Mio. Euro“, informierte er über 12.000 Tageseintritte und 700 Saisonkarten. Finanziert wurden die Investitionen in Höhe von 2,997.800 Euro über Bedarfszuweisungen, Kapitaltranstransfers, Haushaltsrücklagen und KIG-Mittel (Kommunales Investitionsgesetz).
Ein Blick auf die Finanzen: In der Operativen Gebarung stehen Einnahmen von 24,801.500 Euro Ausgaben von 24,154.700 Euro gegenüber. Was so positiv klingt, ist es nicht: Nach Einrechnung der investiven Gebarung ergibt sich ein Abgang von 489.500 Euro. „Der Wasser/Kanalkataster ist fertig“, merkte Karl Bohnstingl an, dass bei der Kläranlage ein Faulgasbehälter eingebaut werden muss und dass die Wassergenossenschaft Trog in das Gemeindenetz übernommen worden ist.
Blick auf 2027
Womit wir in der Zukunft angekommen wären: „Straßen und Wege bleiben ein Dauerthema“, setzte er über die Instandhaltung etlicher Straßen in Kenntnis. Wird ebenfalls angegangen: Ankauf eines Mehrzweckgeräteträgers im Wirtschaftshof, Sanierung Weinhapl-/Rainbach. Als Jahrzehnteprojekt bezeichnete er den Wasserverband Transportleitung Weststeiermark, der auf eine gesicherte Wasserversorgung in der Zukunft abzielt. „Unser Anteil beträgt 480.000 Euro“, rechnete er mit der Fertigstellung 2031. Eine Änderung wird im Ressourcenpark schlagend: Die Freimenge für Sperrmüll wird wegfallen, für Altholz wird eine Gebühr eingefordert.
Zum Musikerheim: Es wird nahe dem Kinderzentrum Graschuh gebaut, die Kosten belaufen sich auf 5 Mio. Euro, neben dem Musikverein werden Seniorenvereine und die Chorgemeinschaft Platz finden, eröffnet werden soll es 2028. „Die Aktivitäten sollen sich durch das ganze nächste Jahr ziehen“, nannte der Bürgermeister das 850 Jahr-Jubiläum von Stainz (erste urkundliche Erwähnung) als Großprojekt für alle Vereine. Die Festveranstaltung ist für Juni 2027 geplant. Wie macht die Marktgemeinde Aktivitäten und Veranstaltungen öffentlich? Via Gemeindemitteilungen, „Stainzer Leben“, Daheim-Appe, Homepage und Facebook. Abschließend noch ein Termin: Das Lese- und Spielefest der Familienfreundlichen Gemeinde wird am 7. November in der Festhalle Stallhof stattfinden.
Beantwortung von Fragen
„Mit meinem Teil bin ich jetzt fertig“, lud Bürgermeister Karl Bohnstingl die Besucher und Besucherinnen anschließend zu Fragen ein. „Das ist ein laufendes Verfahren“, bekam ein Sprecher der Engelweingarten-Bürgerinitiative allerdings keine Antwort. Sehr wohl eine Anrainerin: „Wenn der Flächenwidmungsplan 1.10 keine Mehrheit bekommen sollte, gilt in jedem Fall die Version 1.0.“ Zum Flascherlzug: Der Betrieb laufe zufriedenstellend, die Sanierung der Gleise sei allerdings ein Problem.
Generell zur Wohnsituation: „Die derzeitige Infrastruktur ist passend, wir denken nicht an einen überbordenden Wohnbau, die Betonung liegt auf dem Zentrum, es wird eher in die Höhe, statt in die Fläche gedacht.“ Eine Anmerkung zum Müll: „Wichtig ist eine exakte Vorsortierung.“ Beheizbare Verkehrsspiegel wird es in Stainz nicht geben, allerdings erfolgen Nachrüstungen nur in frostgerechter Ausführung. Ein gewaltiger Aufreger: Warum scheinen die Weststeiermark und Stainz in der aktuellen Touristenwerbung kaum bis gar nicht auf? Weil der Tourismusverband Südsteiermark die Schwerpunktsetzungen vorgibt. Der – vor dem gemütlichen Zusammenstehen – positive Ausklang: Im Freibad wird eine neue Uhr montiert. Ebenfalls positiv: „Das Engagement ist hervorragend“, forderte Karl Bohnstingl abschließend einen Applaus für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ein.
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