12.10.2016, 13:11 Uhr

Obmännerkonferenz beim Stöcklpeter

Am 5. Oktober 2016 hielt die Bezirksorganisation Deutschlandsberg des Pensionistenverbandes im Gasthof Stöcklpeter eine Obmännerkonferenz ab. Zur Konferenz konnte Vorsitzender, Altbürgermeister Ing. Hubert Zingler, den Landessekretär des Steirischen Pensionistenverbandes KO GR Michael Grossmann, die Mitglieder des Bezirksausschusses sowie die Vorsitzenden mit den Berichterstattern ihrer Ortsgruppen herzlich begrüßen und willkommen heißen.

Tätigkeitsbericht

Der Vorsitzende nahm vorerst zur Bundespräsidentenwahl Stellung, die nun auf den 4. Dezember 2016 verschoben wurde. Wem ist es aufgefallen, dass wir zur Zeit ohne Staatsoberhaupt auskommen? Man könnte es ja auf lange Sicht wie die Schweizer machen, dort wechseln sich sieben Regierungsmitglieder Jahrs für Jahr neben ihrer Regierungstätigkeit ab, die Staatsfunktionen des Bundespräsidenten auszuüben. So könnte man sich viel Geld ersparen. Das ganze Schlamassel hätte man sich ersparen können, wenn SPÖ und ÖVP die gebürtige Deutschlandsbergerin Dr. Irmgard Griss als gemeinsame Kandidatin vorgeschlagen hätten. Aber das ist schon Schnee von gestern, am 4. Dezember wird die Entscheidung fallen, wer Bundespräsident wird. Ing. Zingler: „Ich persönlich nehme das kleinere Übel in Kauf und wähle Dr. van der Bellen, der auch im Ausland als anerkannter Politiker einen guten Ruf hat.“ Als nächste offene Baustelle kann man den Umgang mit der Pflege bezeichnen. Die Pflegefonds laufen Ende 2018 aus und 450.000 Pflegegeldbezieher hängen dann in der Luft, wenn nicht Zeit gerecht gehandelt wird. Erschwerend wird dabei, dass inzwischen auch neu gewählt werden wird. Hier muss vom Pensionistenverband größerer Druck gemacht werden und eine Absicherung als Dauerrecht über 2018 hinaus getroffen werden. Im Zuge der Finanzausgleichsverhandlungen müssen jetzt die finanziellen Voraussetzungen geschaffen werden, um die so wichtigen Pflegeleistungen aufrecht erhalten zu können. Das Pflegegeld gibt es seit 1994 und ist während der vergangenen 22 Jahre lediglich viermal geringfügig erhöht worden. Analog den Pensionsanpassungen müsste dieses ebenfalls jährlich erhöht werden. Dazu brauchen wir einen starken Pensionistenverband, der die Schutzmacht unserer Altersversorgung ist. Also Absicherung und jährliche Valorisierung. Am sinnvollsten wäre jedoch eine Pflegeversicherung. Weiters teilte der Vorsitzende mit, dass sich die Vertreter der Pensionisten mit den mageren 0,8 Prozent Pensionserhöhung nicht zufriedengeben und mindestens eine Erhöhung von 1,3 Prozent oder wenigstens eine zusätzliche Einmalauszahlung von € 100,- netto bei 0,8 Prozent-Erhöhung erfolgen soll. In diesem Zusammenhang erinnerte der Vorsitzende wieder einmal an das Sozialversicherungsgesetz ASVG, das Ende der 50er Jahre aussagte, dass die Finanzierung der Pensionen zu je einem Drittel von den Arbeitnehmern, den Arbeitgebern und dem Staat zu tragen sind. Die Eigenabdeckung der Pensionen liegt derzeit bei 80 Prozent, d.h. dass der Staat lediglich 20 Prozent dazu finanziert und nicht die ursprünglich vorgesehenen 33 Prozent. Es ist traurig, wenn man Menschen die jahrzehntelang eingezahlt haben und den Staat unter schwierigsten Bedingungen wiederaufgebaut haben, nunmehr andauernd zur Kasse bittet. Bei den Pensionisten spart man, für Hypo-Alpe-Adria und Eurofighter ist genug Geld vorhanden. Man kann nur für mehr Mitglieder im Pensionistenverband Sorge tragen um gegen die Ausnehmung ein Mittel parat zu haben.

Überarbeitung Steiermarkteil

Landessekretär KO GR Michael Grossmann überbrachte die Grüße des Landesverbandes und erläuterte das Vorhaben der Umgestaltung des Mitgliedermagazins „Unsere Generation“. Überarbeitet soll der Steiermarkteil des Magazins werden. Störend wirken hand- oder maschingeschriebene Beiträge, Papierfotos, die Vielzahl an Geburtstagsgratulationen mit teilweise schlechten Fotos mit zu geringer Auflösung, die unregelmäßige Berichterstattung der Ortsgruppen und die Vielzahl an Jahresrückblicken. Diesen Problemen will man mit einem exakten Seitenspiegel, einer verstärkten Gewichtung auf Vorankündigungen, Verzicht auf einzelne Geburtstagsg-ratulationen durch Schaffung einer Rubrik „Club 99“, Verzicht auf Jahresrückblicke, dafür Veranstaltungen in naher Zukunft unter dem Motto „Was wir erreichen wollen“. Jeder einzelne Bezirk verfügt über eine fixe Rubrik mit Ankündigungen der größeren Orts-und Bezirksveranstaltungen der nächsten acht Wochen mit genauer Orts- und Zeitangabe für z.B. Bezirkskegeln, Sommerfeste, Mehrtagesreisen, Tagesausflüge, Vorträge etc. Man will weg vom Kleinanzeigenstil und hin zum Magazinstil kommen. Der gewonnene Platz käme größeren Fotos von Reisen und ähnlichem zu Gute. Eine Regionalredaktion in der Landesorganisation trifft letztendlich die endgültige Auswahl der Bilder.

Zukünftiges

Zusätzlich zum Magazin „Unsere Generation“ soll ein Video-Blog mit dem Namen „Wir sehen uns! – Das Videomagazin des PV-Steiermark“ Beitragszuspielungen und Interviews entstehen. Die Dauer eines Videos wird mit ca. 18 Minuten beschränkt sein und soll vorläufig 3-4 mal pro Jahr erscheinen. So soll das Internet als Audiovisuelles Medium als bewegte Ergänzung zur “UG“ speziell für die jüngeren Pensionisten genützt werden, wobei auch die Homepage der Landesorganisation (www.pvstmk.at) erhalten bleibt.

Schlusswort

Vorsitzender Altbürgermeister Ing. Hubert Zingler dankte abschließend allen für die ausführlichen Ausführungen und die rege geführten Diskussionen. Gemeinsam, Miteinander und füreinander werden wir die immer schwieriger werdende Zukunft meistern. Mit einer abschließend servierten zünftigen Brettljause ließ man die Obmännerkonferenz gemütlich ausklingen.
7
Diesen Mitgliedern gefällt das:
1 Kommentarausblenden
18.227
Gerhard Woger aus Deutschlandsberg | 12.10.2016 | 14:06   Melden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.