10.11.2017, 16:40 Uhr

Ein Vorzeige-Infrastrukturprojekt in drei Akten

Mit dem Banddurchschneiden auf der 25 m langen Sulmbrücke wurde die Ortsdurchfahrt Vordersdorf nun auch symbolisch für den Verkehr freigegeben.

Die Wernersdorferstraße (L 652) wurde um 1,6 Mio. Euro saniert

Als im August 2005 das Jahrhunderthochwasser weite Teile der Südweststeiermark heimsuchte, stand auch der Bevölkerung von Wies das Wasser buchstäblich bis zum Hals. An vielen Stellen trat die Weiße Sulm über die Ufer. Heute, zwölf Jahre später, befindet sich die 1960 errichtete Sulmbrücke im Ortsgebiet Vordersdorf nach Instandsetzungs- und Verstärkungsmaßnahmen wieder im Top-Zustand. Auch Vorsorge für den Hochwasserschutz wurde getroffen.


(jf). Aller guten Dinge sind bekanntlich drei. Und so wurde auch die L 652 in Wies auf einer Länge von knapp vier Kilometern in drei Etappen saniert. In Summe wurden dazu 1,6 Millionen Euro in die so genannte Wernersdorferstraße investiert. Die Marktgemeinde Wies hat sich mit 161.000 Euro an den Kosten beteiligt. „Wenn an einem Wochentag so viele Menschen zur Fertigstellungsfeier kommen, dann spricht das für die allgemeine Freude über das gelungene Projekt“, so Bürgermeister Josef Waltl am Mittwoch, dem 8. November 2017, bei der offiziellen Verkehrsfreigabe durch LR Anton Lang. Die Freiwillige Feuerwehr Vordersdorf stellte dafür ihr Rüsthaus zur Verfügung. Einbegleitet und umrahmt wurde die Fertigstellungsfeier von der Marktmusikkapelle Wies.
Die L 652 bildet eine wichtige Verkehrsader für die Bevölkerung und die Wirtschaft in den Ortsteilen Wernersdorf und Wielfresen. In den Jahren 2014, 2015 und 2017 wurden drei Bauabschnitte plangemäß umgesetzt. Dazu gehörten die Sanierung der Fahrbahn, die Errichtung eines Gehweges sowie die Instandsetzung und Verstärkung von Vier Brücken in diesem Bereich. Eine davon, die Sulmbrücke, wurde heuer im Zuge der Sanierung der 150 m langen Ortsdurchfahrt Vordersdorf in Angriff genommen. Insgesamt wurden für das Abschlussprojekt 320.000 Euro in die Hand genommen. „Wir haben die Hausaufgaben erfüllt“, teilte Referatsleiter Robert Rast von der Abteilung 16 des Landes mit. Die restliche Strecke der L 652 soll mit alternativen Baumethoden instand gehalten werden.
„Es ist wichtig und notwendig, den ländlichen Raum mit Infrastruktur – und Straßen gehören dazu – zu stärken, damit er besiedelt bleibt und Arbeitsplätze gesichert werden können“, betonte in Vertretung des Landehauptmannes LAbg. Peter Tschernko. „Vielleicht wird es sogar eine Pilgerstraße zur schönen Emmauskapelle in Wernersdorf.“
„Es ist ein besonderes Straßenstück, das hier in drei Etappen saniert worden ist“, stellte Anton Lang in seiner Festrede fest. „Ich bin der dritte Landesrat in dieser Zeit.“ Und in dieser Funktion sprach er sich dafür aus, auch Projekte an der Peripherie durchzuziehen, Straßen zu sanieren und neue zu bauen. Es gehe um Tourismus und Wirtschaft. „Wir haben in der Steiermark 5.000 Kilometer Landesstraßen und 3.000 Brücken. Daher müssen die Mittel sehr zielorientiert eingesetzt werden.“
Pfarrer Markus Lehr segnete die neue Ortsdurchfahrt in Vordersdorf. „Straßen sind nützliche Gegenstände. Sie verbinden Menschen und führen sie zusammen. Straßen bedeuten jedoch auch, auf einander Rücksicht zu nehmen.“
„Es ist ein schönes Projekt gelungen“, zieht Bürgermeister Josef Waltl zufrieden Bilanz. „Auch wurden schon Hochwasserschutzmaßnahmen getroffen. So haben Entwässerungen aus Straße und Dachrinnen keine Verbindung zur Sulm und werden erst außerhalb des Ortsgebietes in den Fluss geleitet. Weitere Schritte sollen 2018 gesetzt werden.

Fotos: Josef Fürbass
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Gerhard Woger aus Deutschlandsberg | 10.11.2017 | 16:49   Melden
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