17.06.2017, 15:06 Uhr

"Mischwerk" rührte in Stainz kräftig um

"StainZeit"-Frontmann Gerhard Pilz begrüßte die Gäste
Stainz: Hofer Mühle |

Das Quartett präsentierte einen bunten Musikmix.

Mischen von Musikstilen, mischen von Rhythmen, mischen von Herkunftsländern: Beim Konzert am vergangenen Freitag in der „Hofer Mühle“ war kein Landler gefeit, in einem Calypso zu enden, der Ausseer Jodler wurde ungeniert mit einem Altwiener Dudler gemixt und Johann Strauß-Klänge mit großer Selbstverständlichkeit in einen Csárdás verwandelt. Kein Wunder, dass sich Helmut Stippich (Akkordeon), Nikolai Tunkowitsch (Geige), Reinhard Uhl (Klarinette) und Maria Stippich (Kontragitarre, Bass) als Formation den Namen „Mischwerk“ gab.
Wir reden nicht viel – wir spielen! Das Motto, das Moderator Helmut Stippich vorgab, traf auf volle Zustimmung bei den Zuhörern. Urplötzlich wandelte sich das gejodelte „Hau Trileijo Holpara“ in ein Zwiegespräch von Miniklarinette und Geige und beim „Endlich ham“ war der Übergang vom Jodler zum Wiener Lied fließend. „Außer Wein und Bier mischen wir alles“, verriet er, dass im Programm quer durch Österreich „gewildert“ wurde. So konnte sich das Publikum einen Robert Stolz ohne den Schmelz eines Dreivierteltaktes geben, Musette-Klänge aus Paris mit harten Stakkatosequenzen genießen und zum Text von André Heller ein neapolitanisches Volkslied hören. Was tun, wenn „jeda Tog Novemba is und jeda Mensch a bledes Gfries“ herumträgt? „S’Leben is wie tanzen.“ Ob das wohl gegen Musikkritiker (Ich sitz‘ da und hör‘ nicht hin, weil ich unmusikalisch bin.) geholfen hat, ist zu bezweifeln: Es gehört zu meinen Pflichten, Schönes zu vernichten!
Die vier Vollblutmusiker vernichteten gar nichts. Im Gegenteil: Die Zuschauer (wegen des Fenstertages war die „Hofer Mühle“ leider nicht voll) erklatschten sich zwei zusätzliche Mischungen.
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