29.09.2014, 19:57 Uhr

Wildgulasch vom "Steffelbauer"

Die Glasflasche für die freiwilligen Spenden
Stainz: Kaufhaus Hubmann |

Der Jagdschutzverein Stainz servierte im Hof des Kaufhauses Hubmann.

„Wie man sieht, wird es sehr gut angenommen“, ließ sich auch Bezirksjägermeister Hannes Krinner den Termin nicht entgehen. Der Rothirsch ist der größte Geweihträger in Österreichs Wäldern. Sein rotbraunes Fleisch ist fettarm und wohlschmeckend und eignet sich ideal zum Braten und Grillen. Teile aus Schulter, Rippenbogen und Unterschenkel werden bevorzugt zur Zubereitung von Gulasch verwendet. Dafür zuständig war im konkreten Fall der Spezialist Martin Horvath, der weitum nur als „Steffelbauer“ bekannt ist. „Dafür muss man gleich zum Schmied gehen“, wollte Ortstellenobmann Georg Rainer den Spezialauftrag keinem „Schmiedl“ übergeben. Das Zerwirken (zerlegen, Jägersprache) erledigten 16 Jäger der Ortsstelle.
Die Gäste wussten dies zu schätzen und konsumierten in der herbstlichen Sonne fleißig das Hirschgulasch, meist mit einem Bier zum leichteren Hinunterrutschen. Viele Besucher kamen auch mit Schüsseln und Behältern, um das vorzügliche Gericht mit nach Hause zu nehmen. „Einmal war ich als Treiber im Einsatz“, outete sich Franz Strohmaier aus St. Stefan als Sympathisant des Weidwerks. Wie das Gulasch gemundet hat? „Es war einmalig.“ Seinen Wirten aus St. Josef nachgefahren ist Johann Stingl, der um eine duftende Portion auch nicht herum kam. Sein Urteil: „So etwas findet man halt nicht überall.“ Das gilt auch für die Jagdhornbläsergruppe Erzherzog Johann Stainz, welche die Veranstaltung musikalisch begleitete.
Abschließend die soziale Botschaft: Das Ergebnis der freiwilligen Spenden und ein Teil des Verkaufserlöses werden einem Forstmann zur Verfügung gestellt, der nach einem Arbeitsunfall querschnittgelähmt ist.
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