05.11.2017, 20:36 Uhr

Ex-Tennisprofi Stephan Medem im Tenniscenter Stainz

Er war Trainingspartner von Sampras, Agassi oder Becker
Stainz: Tenniscenter |

Der Schweizer hatte Antworten auf brennende Fragen für die Zuhörer parat.

Der Workshop am vergangenen Samstag und Sonntag hatte es in sich. Je ein Modul widmete sich dem Verhalten im mentalen Bereich und dem Bemühen von Eltern, ihr Kind– wie Stephan Medem es bezeichnete – nach Wimbledon zu bringen. Die restlichen beiden Einheiten spielten sich auf dem Platz mit Spielanalysen, Strategietipps und konkreten Verbesserungsvorschlägen ab.

Was macht ein gutes Spiel aus? Der frühere Trainingspartner von Tennisgrößen wie Pete Sampras, André Agassi oder Boris Becker nannte mit Technik, Kondition, Strategie und Mentalem vier Säulen. „Wenn eines abkackt“, funktioniert das Gebäude nicht, machte er deutlich, dass jeder Bereich intensives Training braucht. „Das gibt es keine Wunderpille“, betonte er, dass besonders auf mentaler Ebene viel erreicht werden kann. Allerdings: „Das ist ein laufender Arbeitsprozess.“

Wie schön Tennissport ist, machte die ehemalige Nummer 219 der Welt durch Fragen nach seinen Alleinstellungsmerkmalen deutlich: Zählweise (von einem Sadisten erfunden), kein Unentschieden (Konsequenz bis zum Schluss gefragt), Einzelsport (keiner da, dem man die Schuld geben kann), Spiel ohne Zeitlimit (immer präsent sein), Flexibilität (Sand-, Hartplatz, Spiel gegen Rechts-/Linkshänder) und Face-To-Face-Spiel (nonverbale Konversation wichtig), On-/Off-Situation (nur 23% einer Partie ist der Ball im Spiel, der Rest sind Nachbearbeitung, Regeneration und Vorbereitung).
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