Innovation statt Wiesenabfall

Obmann Günter Weiss (r.) hieß u.a. Gerhard Kurzmann und Gerhard Wlodkowski willkommen
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  • hochgeladen von Markus Kopcsandi

Bislang landete das Mähgut oft im Wald. Bauern in Halbenrain wissen es zu nutzen.

In den Bezirken Radkersburg und Feldbach besteht seit 1997 ein Europaschutzgebiet mit einer Fläche von 15.663 Hektar. Bislang musste das anfallende Mähgut der Naturschutzwiesen teilweise entsorgt werden. Sechs Radkersburger Landwirte, die im Vorjahr den Verein „Heu und Pellets“ gegründet haben, konnten in Kooperation mit der Forschungsgesellschaft Joanneum Research im Zuge jahrelangen Experimentierens eine effiziente Lösung hervorbringen.
Aus der Ursprungsidee, mit dem Mähgut Heupellets zu Heizzwecken herzustellen, entwickelten sich letztendlich zwei Verwertungsoptionen, die nach dem Umzug von Hof bei Straden nach Halbenrain am neuen Standort präsentiert wurden.
„Es handelt sich hier um das Folgeprojekt der Heupelletierung in Radochen. Wir haben im Vorjahr rund 1.380 Stunden in das Projekt, die Neugestaltung der Anlage investiert, heuer an die 200. Wir fahren zwei Schienen. Erstens die Herstellung von Heupellets als Futter für Schweine und Wild, zweitens die Erzeugung von Agromix-Pellets zum Heizen“, erklärte Obmann und Geschäftsführer Günter Weiss, der zwischen Ende August des Vorjahres und März auf 150 erzeugte Tonnen Heupellets für die Schweinefütterung verweist.

Schritt in Unabhängigkeit

Eine Tonne Pellets kostet aktuell 140 Euro. Voraussetzung für die Inanspruchnahme der Leistung ist der Beitritt zur Bauerngemeinschaft. In Planung befindet sich zudem eine Heubörse.
Vom Projekt begeistert zeigte sich die Politik: „Heute ist ein historischer Tag. Wer hätte vor zehn Jahren einen Cent darauf gewettet, dass der Ertrag der Wiesen für die Zukunft bedeutsam sein wird“, so LAbg. Anton Gangl. Zukunft sehen er und Kammer-Präsident Gerhard Wlodkowski auch in der Maisspindel als Brennstoff. Die gesetzliche Legitimierung für Privathaushalte fehlt allerdings noch. Laut Landesrat Gerhard Kurzmann könnte sich das noch heuer ändern.

Autor:

Markus Kopcsandi aus Südoststeiermark

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