Mein Vorsatz hält: "Ein Stück Selbstverwirklichung"

Mit dem Rauchen aufhören ist ein Vorsatzklassiker – damit die Umsetzung gelingt, soll eine Strategie verfolgt werden.
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Die Erfahrung zeigt aber, dass die meisten dieser Vorsätze im Wunschdenken hängenbleiben. "Im Leben werden Vorhaben, Ziele, Wünsche und Vorsätze gebraucht, um sich selbst ein Stück zu verwirklichen. Die besten Chancen, geplante Vorsätze auch tatsächlich umsetzen zu können, liegen darin, dass sie genau definiert werden und einer klar festgelegten Strategie folgen", sagt Anna Katharina Lanz, psychologische Beraterin und WOCHE-Expertin.

"Wenn der Vorsatz mit den Worten 'ich möchte' beginnt, hat man noch die Freiheit. Beginnt der Vorsatz allerdings mit 'ich muss', deutet das schon auf einen Leidensdruck hin. Ich muss mit dem Rauchen aufhören, weil ich gefährdet bin, ich muss ein paar Kilo abnehmen, weil ich schon Gelenkschmerzen habe etc." Das Muss, so Lanz, bedeutet Leidensdruck – und der ist immer ein Stressfaktor. Wenn nun zum inneren Leidensdruck noch äußere Stressfaktoren dazukommen, wird die Situation kritisch. Hin- und hergerissen zu sein zwischen Familie, Job und Alltag, ein Streit, eine Krankheit oder Existenzsorgen sind, so Lanz, Stressfaktoren, die uns stets begleiten. Nicht selten sind sie der Auslöser für ein Burnout. "Im Normalfall ist es selten, dass ein einzelner Stressfaktor ein Burnout auslöst. Schwierig wird es, wenn zu einem Grundproblem – sei es, dass zu viel gearbeitet wird, keine Entlastung absehbar ist etc. – noch im privaten Bereich Probleme dazukommen. Das bedeutet, dass jede Krise, die nicht abgefangen werden kann, sich in Richtung Krankheit entwickelt", sagt die Expertin, die sich neben der Transaktionsanalyse, Paar- und Sexualberatung, Familientherapie und Familien-Rekonstruktionsarbeit auch auf Stressmanagement und Burnout-Prävention spezialisiert hat.

Für jene, die sich mit dem Einhalten eines fest vorgenommen Vorsatzes schwertun, hat Lanz noch folgenden Tipp: "Die Umsetzung des Vorsatzes sollte prinzipiell in überschaubaren Schritten passieren. Und wenn man dabei möglicherweise Begleiter, Betreuer oder Mitstreiter zur Seite hat, sollte man diese annehmen und keinesfalls darauf verzichten", sagt die Expertin.

Die Neugierde darüber, warum Menschen tun, was sie tun, und warum sie so handeln, wie sie handeln, hat Lanz' berufliche Laufbahn beeinflusst. Die psychologische Beraterin wird den WOCHE-Lesern künftig als Expertin zur Verfügung stehen. Kontakt: anna.lanz@inode.at, 0660/222 6330

Mit dem Rauchen aufhören ist ein Vorsatzklassiker – damit die Umsetzung gelingt, soll eine Strategie verfolgt werden.
Psychologische Beraterin: Anna Katharina Lanz

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