?Land muss zahlen?

Bürgermeister und Gemeinderäte des Liesingtales wollen das Land zur Rettung des Tierparks in Mautern in die Pflicht nehmen.	Foto: Heinz Weeber
  • Bürgermeister und Gemeinderäte des Liesingtales wollen das Land zur Rettung des Tierparks in Mautern in die Pflicht nehmen. Foto: Heinz Weeber
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Von einem hausgemachten Schuldenberg und Misswirtschaft am Elfenberg in Mautern ist bei SPí-Funktionären nicht die Rede. Vom Land sei versprochenes Geld nur zögerlich geflossen.

Mit einer überparteilichen Petition wollen nun die Bürgermeister des Liesingtales die Erhaltung des Wildparkes Elfenberg Mautern sichern. Diese wird nun zwei Wochen lang zwischen Gaishorn und St. Michael in Gemeindeämtern, Banken, Postämtern und Gasthäusern aufliegen und soll dann mit den Unterschriften der BewohnerInnen an Landeshauptmann Franz Voves (SPí) und Landeshauptmann-Stellvertreter Hermann Schützenhöfer (íVP), der als Tourismus-Landesrat im besonderen Maße für den Tierpark Elfenberg zuständig ist, geschickt werden.

Darin wird die Landesregierung ersucht, die erforderlichen Maßnahmen und Hilfestellungen zur Beseitigung des finanziellen Engpasses so rasch wie möglich zu beschließen, damit das Unternehmen für die ober-steirische Region erhalten bleibt.

Im Rahmen einer Pressekonferenz bedauerte LAbg. Erich Prattes (SPí), dass um die Jahrtausendwende eine Studie seitens der Landesregierung einen massiven Ausbau des damaligen Wildparks zu einem in der Steiermark einzigartigen Wild-und Freizeitpark mit einem Investitionsvolumen von zehn Millionen Euro vorsah. ?Tatsächlich wurden jedoch nur 3,6 Millionen Euro für den ersten Bauabschnitt investiert und mussten für die Umsetzung der Attraktionen zusätzliche Kredite aufgenommen werden?, sagte Prattes.
LAbg. Anton Lang (SPí) appelliert an Hermann Schützenhöfer, eine Lösung zu finden, die nicht mit einem Konkurs ende, sondern mit der alle leben könnten. Lang erinnerte auch daran, dass im August 2008 Förderungen für drei Jahre von je 400.000 Euro zugesagt wurden, wobei die dritte Tranche aber nicht mehr beschlossen wurde. Dazu hat man die Gelder immer erst im Nachhinein bekommen, weshalb Kredite notwendig waren.

Es droht ein zweiter Konkurs

Mauterns Gemeindekassier Hermann Schöffauer (SPí) bedauert, dass das Winterkonzept nicht einmal negiert wurde. ?Darüber hinaus ist für mich erschreckend, dass das touristische Potenzial nie untersucht worden ist. Außerdem hätte man die Mittel schon früher einsetzen müssen, aber es gab nur immer so viel zum Überleben.?

Hermann Schöffauer war übrigens bis 5. Juni Geschäftsführer der Mauterner Freizeitbetriebs-GmbH (MFB). Er hat von sich aus gekündigt. Die MFB, im Besitz der Gemeinde Mautern, ist mit 49 Prozent am Elfenberg beteiligt. Der MFB droht, abgekoppelt vom Elfenberg, ein Konkursverfahren.
Karl Dobnigg (SPí), Bürgermeister von Kammern, kritisiert, dass die Gelder nur in die Thermenregion und die Dachstein-Tauern-Region gingen, während man auf die mittlere Steiermark vergesse.
Günther Zellner (SPí), Gemeindekassier aus Traboch, unterstreicht die Wichtigkeit des Schigebietes Mautern speziell für die Jugend.

Unklarheit über Schuldenstand

Laut LAbg. Erich Prattes wolle man darum kämpfen, nicht als heruntergewirtschafteter Betrieb dazustehen. Die Verbindlichkeiten bezifferte er per Ende März 2010 mit rund 1,35 Millionen Euro. ?Während der Geschäftsführung durch den Ex-Bürgermeister von Mautern Peter Hölzl (SPí) konnten die Verbindlichkeiten sogar um 450.000 Euro verringert werden?, sagte Prattes.
Hermann Schützenhöfer bezifferte kürzlich den Schuldenstand des Tierparks in Mautern mit rund 3,8 Millionen Euro.

Laut Schützenhöfer sei ein Konkurs beim Tierpark Elfenberg unvermeidlich. Gläubigerbanken lehnten erst kürzlich die angebotene Quote von zehn Prozent der Schuldenlast ab.    

Autor Heinz Weeber/Red.

Autor:

Christoph Hofer aus Graz

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