Sissis Ururenkel
Von Sissi bis Kaiser Franz Joseph: Der Grazer Leopold Altenburg schreibt Buch über seine Ahnen

Fotoshooting mit den Vorfahren: Leopold Altenburg recherchierte für sein neues Buch auch zu Kaiser Franz Joseph und Sissi.
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  • Foto: Stefan Ludwig
  • hochgeladen von Christoph Hofer

Welcher Österreicher kennt sie nicht, die legendären Sissi-Filme: Während Karlheinz Böhm und Romy Schneider als Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth in den 1950er-Jahren auf der Leinwand brillierten, hat ein Ururenkel von Sissi vor ein paar Tagen ein Buch veröffentlicht, das den Leser in die Zeit der österreichisch-ungarischen Monarchie mitnimmt.

GRAZ. In "Der Kaiser und sein Sonnenschein" schildert der gebürtige Grazer Leopold Altenburg Begebenheiten aus der Familiengeschichte des Kaiserhauses. Zentrale Rollen kommen dabei seinem Großvater Erzherzog Clemens Salvator, dem Lieblingsenkel von Kaiser Franz Joseph, sowie seinem Vater Prinz Peter zu.

Ein Musical als Auslöser

"Ich habe mich lange Zeit wenig mit meinen Vorfahren beschäftigt. Als ich mir dann einmal ein Elisabeth-Musical angeschaut habe, war der Aufruhr groß, weil man erfahren hatte, dass sich ein Nachfahre das Stück anschaut. Dann wollte jeder meine Geschichte wissen", erzählt der freischaffende darstellende Künstler, der unter anderem auch schon Kaiser Karl verkörpert und in einigen Universum History-Dokumentationen mitgewirkt hat.

Von Kaisern und Schlössern

Für ihn selbst war es "spannend, in den eigenen Annalen zu graben. Die Recherche zum Buch hat mir selbst zahlreiche Fragen beantwortet, durch die ich vieles nun besser nachvollziehen kann." Als Basis für die Erzählung diente Altenburg, der Kaiserin Zita noch zu Lebzeiten begegnet ist, eine Chronik seines Vaters.

Auch Briefwechsel des Kaisers und weitere historische Schriftstücke waren Teil der Recherche, die ihn unter anderem zum namensgebenden Schlössli Altenburg in die Schweiz führten. In einem Schloss ist er selbst aber nicht aufgewachsen: "Wir haben unsere Herkunft nie verleugnet, uns aber auch nie in den Vordergrund gestellt. Ich wollte in der Schule weder, dass man mir ehrfürchtig begegnet noch mich als Monarchist darstellt", erzählt der ehemalige BG/BRG Kirchengasse-Schüler.

Graz im Herzen

An seine Kindheit an Graz erinnert sich Altenburg, der nebenbei auch als Clown für den Verein Rote Nasen arbeitet, ohnehin gern, auch, wenn er schon lange in Berlin lebt. "Zu den Sommerserenaden im Juli komme ich jedes Jahr in meine Geburtsstadt zurück. Heuer werde ich aber sicher auch eine Lesung aus meinem neuen Buch organisieren."

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