ORF zeigt TV-Doku
Der Grazer Stadtpark feiert seinen 150. Geburtstag

In einer TV-Doku von Günter Schilhan und Erhard Seidl wird mitunter die Geschichte des Grazer Stadtparks erzählt.  | Foto: Stadt Graz/Fischer
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Das "grüne Herz“ der steirischen Landeshauptstadt, der Grazer Stadtpark, ist 150 Jahre alt. Zu diesem Anlass hat das renommierte Filmteam Günter Schilhan und Erhard Seidl die Geschichte, die kulturellen Institutionen und die botanischen Besonderheiten des größten Stadtparks Österreichs in eine TV-Doku verpackt. Diese ist am 12. Februar auf ORF 2 zu sehen. 

GRAZ. Die Grazerinnen und Grazer wissen ihren Stadtpark zu schätzen und nutzen die gepflegte "grüne Insel" mitten in der Stadt zu allen Jahreszeiten. Die Parkanlagen wurden vor allem auch in der Pandemie verstärkt von Jugendlichen genutzt – in den Wochen, als die Gastronomie geschlossen war, wurde der Park zum Open-Air-Treffpunkt für hunderte junge Menschen. Seit kurzem neu im Stadtpark ist der Info-Point "Unser Stadtpark" – ein nachhaltiger Holzbau mit einer interaktiven Ausstellung über die Tier- und Pflanzenwelt und die Geschichte des Parks. 
 

ie Grazerinnen und Grazer wissen ihren Stadtpark zu schätzen und nutzen die gepflegte "grüne Insel" mitten in der Stadt zu allen Jahreszeiten. | Foto: Stadt Graz/Fischer
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150 Jahre Geschichte

Dieses Jahr feiert der Grazer Stadtpark seinen 150. Geburtstag. Über Jahrhunderte war das Areal ein unbebautes Gebiet, das vor den Festungsmauern der Stadt einem anstürmenden Feind keine Deckung bieten sollte. Als 1782 Kaiser Joseph II. Graz zur "offenen Stadt" erklärte, wurde diese Fläche vom Militär als Exerzierplatz genutzt.

Der damalige Bürgermeister Moritz Ritter von Frank initiierte 1868 einen Gemeinderatsbeschluss, wonach die Grundstücke in den Besitz der Stadt übergingen und das Militär in den Westen der Stadt übersiedelte. Ein Stadtverschönerungsverein wurde ins Leben gerufen und bereits nach vier Jahren war 1872 die Umgestaltung in einen Stadtpark vollzogen. 1873 folgte die Errichtung des Stadtparkbrunnens als Zentrum der Parkanlage. Als Attraktion für das flanierende Grazer Bürgertum wurden in der Anlage zahlreiche exotische Bäume und Sträucher gepflanzt. 

1873 erfolgte die Errichtung des Stadtparkbrunnens als Zentrum der Parkanlage. | Foto: Stadt Graz/Fischer
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Botanische Besonderheiten des Stadtparks

Heute umfasst der Park rund 2.000 Bäume, darunter 150 verschiedene Baumarten. Die botanische Hauptattraktion des Parks, die monumentale "Kaukasische Flügelnuss", stammt wie manch anderer Baum noch aus der Gründungszeit des Stadtparks. 2012 hat die Stadt Graz ein umfassendes Parkpflegewerk herausgegeben, das als Grundlage für die Pflege des unter Naturschutz und Denkmalschutz stehenden Areals dient.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Holding Graz sorgen das ganze Jahr über für die Sauberkeit, die Erhaltung und Pflege des Grünraumes und müssen bei Neupflanzungen mittlerweile auch den Klimawandel berücksichtigen, um den Park auch für die nächsten Generationen "klimafest" zu machen.

Der Park umfasst rund 2.000 Bäume, darunter 150 verschiedene Baumarten.  | Foto: Stadt Graz/Fischer
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Institutionen schreiben Kunst-Geschichte

Auf dem Gelände des Stadtparks befinden sich mit dem Forum Stadtpark und dem Künstlerhaus auch zwei Institutionen, die in Österreich Kunst-Geschichte geschrieben haben. 1960 wurde durch eine Vereinigung von Künstlern das zuvor leerstehende Stadtpark Café als "Forum Stadtpark" eröffnet. Es wurde zur Keimzelle deutschsprachiger Literatur und der österreichischen Avantgarde mit Mitgliedern wie Wolfgang Bauer, Peter Handke, Gerhard Roth, Barbara Frischmuth oder Alfred Kolleritsch.

Bereits 1952 wurde das Künstlerhaus eröffnet. Die länderübergreifenden Trigon-Ausstellungen von 1963 bis 1995 erregten internationales Aufsehen in der Bildenden Kunst. Heute firmiert das Haus unter dem Namen "Halle für Kunst Steiermark". Der Stadtpark inspirierte auch immer schon Schriftsteller. Peter Rosegger, dem im Park gleich zwei Denkmäler gewidmet sind, war ein Anwohner und wurde oft bei seinen Spaziergängen durch die Parkalleen angetroffen. Auch als literarisches Motiv diente der Stadtpark in einer ungewöhnlichen Bandbreite – vom Märchenbuch bis zu erotischen Romanen.

Vergangenes Jahr eröffnete eine neue Infostelle im Grazer Stadtpark.  | Foto: Foto Fischer
  • Vergangenes Jahr eröffnete eine neue Infostelle im Grazer Stadtpark.
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TV-Doku über „Das grüne Herz von Graz“

Anlässlich seines 150. Geburtstag, hat das renommierte Filmteam Günter Schilhan und Erhard Seidl die Geschichte, die botanischen Besonderheiten und die kulturellen Institutionen des Grazer Stadtparks in einer neue TV-Dokumentation verpackt. "Das grüne Herz von Graz – 150 Jahre Grazer Stadtpark" ist am Sonntag, dem 12. Februar um 16.30 Uhr österreichweit auf ORF 2 zu sehen.

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