Rotary Club Graz Burg
"Deutsch macht Freu(n)de"

Vorzeigeprojekt: Ministerin I. Rauskala, VS-Direktor B. Leitner und Rotary-Präsident W. Bösch (h.r.) freuen sich über die Fortschritte.
  • Vorzeigeprojekt: Ministerin I. Rauskala, VS-Direktor B. Leitner und Rotary-Präsident W. Bösch (h.r.) freuen sich über die Fortschritte.
  • Foto: Foto Baldur
  • hochgeladen von Anna-Maria Riemer

Sprache und Kultur kennenlernen – das ist das Ziel eines Projekts des Rotary Clubs Graz Burg.

Seit fünf Jahren gibt es in der Volksschule Gabelsberger ein Sprachförder-Projekt, das auch über die Stadtgrenzen hinaus für Interesse sorgt. So kam unlängst die Bildungsministerin Iris Rauskala in die Grazer Schule, um dem Projekt Anerkennung zu zollen. Mittlerweile haben die ersten Schüler die Volksschule beendet und das mit einem guten Ergebnis, so sprechen viele von ihnen nun fließend Deutsch, bekommen gute Noten und acht von 21 Schüler schafften es aufs Gymnasium.

Nachhaltige Integration

"Wir haben uns vor circa acht Jahren zusammengesetzt und die Grundwerte des Rotary Clubs Graz Burg, nämlich Bildung, Gesundheit und Nachhaltigkeit, definiert", erzählt Wolfgang Bösch, Präsident des Clubs, und führt aus: "Vor allem Bildung ist uns ein Anliegen, denn dies ist eine anerkannte Grundlage für eine nachhaltige Integration und für die Verwirklichung von sozialer Gerechtigkeit." In weiterer Folge habe man sich deshalb entschieden, ein Pilotprojekt unter dem Motto "Mehr Freu(n)de mit Deutsch" zu starten. Als Ort dafür wurde die Volksschule Gabelsberger gewählt, denn 90 Prozent der Schüler dort haben einen Migrationshintergrund und sprechen kaum oder zu wenig Deutsch.

Soziale Verantwortung

"Wir sind überzeugt, dass jedem Kind in Österreich, über alle sozialen, kulturellen, ethnischen und religiösen Unterschiede hinweg, das Recht auf Bildung zusteht", betont Bösch und ergänzt: "In diesem Sinne übernehmen wir gerne die Verantwortung hier in Graz." Drei Pädagogen üben für 32 Stunden pro Woche mit den Kindern Deutsch in Kleingruppen.
Dabei werden die Lerneinheiten möglichst interaktiv und spielerisch gestaltet, damit die Kinder getreu dem Motto des Projekts auch wirklich Freude am Deutschlernen haben. Ziel des Förderunterrichts sei aber auch das Kennenlernen der österreichischen Kultur. Zudem gibt es außerschulische Veranstaltungen. "Ich kann mich noch gut an unsere erste Aktion erinnern: Wir sind mit der ersten Klasse in einen Zoo gegangen. Keiner der fast 25 Schüler konnte gut Deutsch sprechen, aber wir hatten einen lustigen Vormittag. Manche Kinder haben gewisse Tiere zum ersten Mal gesehen", sagt Bösch.

Ängste verarbeiten

In Zukunft möchte man zusätzlich zum Sprachförderunterricht auch eine Theatergruppe in der Volksschule Gabelsberger gründen. "Wir wollen neben dem Unterricht noch einen Schritt weitergehen und auf innovative Weise den Kindern die Möglichkeit geben, ihre Gefühle, ihre Ängste und auch ihre Erfahrungen, bevor sie nach Österreich gekommen sind, und auch hier in Österreich auf spielerische Weise in deutscher Sprache auszudrücken", erzählt Bösch.

Newsletter Anmeldung!

Kommentare

online discussion

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Regionaut werden!

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Werde Regionaut!

Regionaut werden!



Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Du möchtest selbst beitragen?

Melde Dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen