Kleiner Stich gegen die Masern mit großer Wirkung

Ein kleiner Stich mit großer Wirkung: KPÖ-Gesundheitstadrat Robert Krotzer lässt sich von Eva Winter (r.) impfen.
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Montagmittag im Grazer Amtshaus: Treffpunkt mit Neo-Gesundheitsstadtrat Robert Krotzer (KPÖ) sowie seinen Büromitarbeitern Hanno Wisiak und Michaela Lauterbrunner in der Impfstelle des Gesundheitsamtes. Die FSME-Impfung steht an. "Ein kleiner Stich und schon ist alles wieder vorbei", betont Abteilungsvorständin Eva Winter.
Es sind also nur wenige Sekunden Aufwand, die man zum Schutz vor Krankheiten "opfern" muss – scheinbar zu viel Zeit? "Man muss leider sagen, dass die Impf-Lust in den letzten Jahren abgenommen hat", führt Winter aus. Gerade bei den 20- bis 30-Jährigen gebe es Lücken.
"Das liegt nicht zuletzt auch daran, dass schwere Erkrankungen in Vergessenheit geraten sind. Auch in der Arztausbildung sind die Jüngeren nicht mehr mit quasi ausgerotteten Krankheiten konfrontiert."

Österreich hinkt nach

Die Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation, wonach man eine 95-prozentige Durchimpfungsrate in der Bevölkerung braucht, um eine Krankheit als ausgerottet zu bezeichnen, werden in Österreich also nicht erfüllt. Aufgeflammt ist die Impf-Debatte heuer vor allem wieder aufgrund von über 70 dokumentierten Masern-Fällen. "Das sind jetzt schon mehr als im gesamten Jahr 2016."
Wie gefährlich dieser durch Tröpfeninektion übertragene Virus ist, sei vielen Eltern nicht mehr bewusst. "Lungen- und Gehirnentzündungen können die Folge sein."

Erinnerungs-Service

Gerade deshalb ist es Krotzer ein Anliegen, den Grazern die Leistungen der Impfstelle wieder bewusst zu machen. "Mit einem kleinen Nadelstich kann man großes Leid verhindern. Wer sich etwa zwei Mal gegen die Masern impfen lässt, hat das ein Leben lang erledigt. Außerdem ist es kostenlos."
Darüber hinaus gibt's ein zusätzliches Service. Winter: "Wer einmal bei uns aktenkundig ist, bekommt eine Erinnerung zugestellt, wann die nächste Impfung ansteht."

Infos zur Impfstelle des Gesundheitsamtes

Bereits 1851 wurde der Impfdienst per Geschäftsordnung der Impfstelle des Gesundheitsamtes zugewiesen.
Pro Tag werden rund 300 Personen geimpft.
Über das Jahr gesehen verzeichnet man 25.000 bis 30.000 Impflinge.
Über das Impf-Angebot kann man sich auf http://www.graz.at/cms/ziel/300449/DE/ informieren.

Ein kleiner Stich mit großer Wirkung: KPÖ-Gesundheitstadrat Robert Krotzer lässt sich von Eva Winter (r.) impfen.
Plädoyer für ein besseres Impfbewusstsein: Dr. Eva Winter, Stadtrat Robert Krotzer mit seinen Büromitarbeitern Hanno Wisiak und Michaela Lauterbrunner

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