Neugestaltung wieder vertagt – Der Griesplatz am Scheideweg

Ein etwas trostloses Bild: Der Griesplatz und seine Anrainer warten seit Jahren (vergeblich) auf eine Frischzellenkur.
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Unter den Bürgern des Bezirks Gries herrscht Unzufriedenheit. Grund: der Griesplatz.

Neue Infos: Fehlanzeige

„Aktuell herrscht Stillstand. Wenn man schon keine Generalumgestaltung vornehmen kann, wollen wir zumindest kleine Teilprojekte umgesetzt sehen", so Bezirksvorsteherin Gertrude Schloffer von der KPÖ. Sie spricht von Radwegabschnitten oder Zebrastreifen. „Da werden seit einem Jahr Ideen gesammelt, Ergebnisse werden uns jedoch nicht präsentiert." Laut Schloffer werde der Bezirksvorstand von den zuständigen Behörden im Ungewissen gelassen. „Ich könnte täglich zum extra eingerichteten Büro der Stadtbaudirektion am Griesplatz gehen – mehr würde ich trotzdem nicht erfahren.“

Bürgerbeteiligung im Gange

Von der Stadtbaudirektion wurde eine Bürgerbeteiligungsinitiative durchgeführt. Involviert waren unter anderem die TU Graz und der Verein "Rotor". Ursprünglich sollten die Ergebnisse Ende 2017 präsentiert werden.
"Der Beteiligungsprozess ist noch nicht abgeschlossen, wir sind dabei, die Ergebnisse auszuwerten. Sobald der Prozess abgeschlossen ist, werden wir die Pläne veröffentlichen", so Simone Reis, die Leiterin der Initiative.

Bim vereitelt Pläne

Die Pläne für den Griesplatz wurden auch durch die Absage der angedachten Bim-Linie durchkreuzt. Das Büro von Bürgermeister Nagl verweist auf den zuständigen Verkehrslandesrat Anton Lang. Erst nach einer Einigung über die Probleme der am Griesplatz haltenden Regionalbusse sowie der Trassenführung der Straßenbahn könne man neue Projekte am Griesplatz ergreifen.

Alternative für Busse gesucht

"Für Regionalbusse muss es in der Landeshauptstadt natürlich irgendwo eine Endhaltestelle geben. Von der Stadt wurde bisher keine Alternative für die Linien, die derzeit am Griesplatz enden, angeboten", heißt es aus dem Büro Lang. Vielmehr seien seitens des Landes bereits verschiedenste Vorschläge an die Stadt gemacht worden, leider gebe es dazu bis dato keine umsetzbare Einigung.
"Zum Thema Straßenbahnausbau gibt es demnächst ein Gespräch mit der Stadt. Außerdem ist jetzt abzuwarten, wer künftig im Verkehrsministerium zuständig ist. Mit dem neuen Minister sind dann rasch Gespräche aufzunehmen."

Nun heißt’s abwarten

Laut Gertrude Schloffer sind die Bürger frustriert. Sie würden warten, was, wann und ob überhaupt etwas passiert. 

Ein etwas trostloses Bild: Der Griesplatz und seine Anrainer warten seit Jahren (vergeblich) auf eine Frischzellenkur.
"Entscheidungen werden woanders getroffen. Wir werden völlig im Ungewissen gelassen", sagt Bezirksvorsteherin Gertrude Schloffer.

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