Verweildauer erhöhen: "Echt Graz" will Impulse setzen

- Wollen noch stärker zeigen, wie toll das Einkaufserlebnis in Graz ist: E. Matzer, L. Höfler, E. Sacher und B. Brünner (v.l.)
- Foto: Jorj Konstantinov
- hochgeladen von Christoph Hofer
Auch der Verein "Echt Graz", ein Bündnis aus Händlern, Dienstleistern, Gastronomie-Betreibern und Immobilien-Eigentümern mit über 100 Mitgliedern, hat die WOCHE-Umfrage mit Interesse verfolgt. Bei einem runden Tisch mit Obmann Erwin Sacher, Elisabeth Matzer (beide "Echt Graz") sowie Bernd Brünner (Dr. Bottle) und Leonore Höfler (MuR – Modernes und Raritäten) wurden die Erkenntnisse aus der Umfrage analysiert. Erfreulich sei aufgrund der regen Teilnahme an der Umfrage, dass "die Stadt wieder zum Anliegen wird", bekräftigt Höfler. Die Anregungen der WOCHE-Leser nehme man jedenfalls sehr ernst. "Beratung ist weiterhin wichtig, auch die Wertschätzung gegenüber von eigentümergeführten Geschäften ist da", befindet Sacher.
Einkäufe verstauen
Der immer währenden Debatte rund um den Leerstand in der City kann Sacher aber nicht viel abgewinnen. "Das ist eine sehr einseitige Wahrnehmung. Kaum einer weiß, dass in den letzten Wochen zwölf neue Shops aufgesperrt haben. Wir müssen im Umkehrschluss darauf achten, diese Neuigkeiten besser zu kommunizieren." Einig ist sich das Quartett auch hinsichtlich des besonderen Flairs in der Innenstadt. "Man sieht anhand der Umfrageergebnisse, dass die Leser das schätzen. Wir würden uns aber auch mehr Grünflächen und Sitzgelegenheiten wünschen", sagt Matzer. Für Brünner sei es zudem unerlässlich, dass "man schauen muss, dass sich die Verweildauer der Kunden erhöht." Ein wesentlicher Faktor könnte diesbezüglich auch die Schaffung einer Örtlichkeit, wo Einkäufe sicher verstaut werden können, sein. "Die Leute wollen nicht nur von Geschäft zu Geschäft tingeln, sondern zwischendurch einmal einen Kaffee trinken und den Tag in der City so richtig genießen", weiß Sacher zu berichten.
Erreichbarkeit ist wichtig
Die Besucher des Innenstadtbereichs kommen aber bei Weitem nicht ausschließlich aus der Landeshauptstadt. "Knapp 40 Prozent der Umsätze fallen auf Gäste von außerhalb. Das darf man in der Debatte nicht vergessen", führt Brünner ins Treffen. Genau deshalb müsse man "jene Menschen, die nach Graz kommen, willkommen heißen und nicht mit diversen verkehrspolitischen Maßnahmen vergraulen." Er ist der Meinung, dass es auch in Zukunft nicht ganz ohne Autoverkehr gehen werde. "Es braucht definitiv mehr Park-and-Ride-Flächen. Die Erreichbarkeit mit Öffis ist den Kunden in weiterer Folge dann ebenfalls sehr wichtig." Für Sacher steht in diesem Zusammenhang fest: "So viele andere Städte zeigen es vor: Auch Graz braucht ein praktikables Park- und Fußgängerleitsystem." Generell setzt sich "Echt Graz" auch zum Ziel, den Freiraum zwischen den Shops ("Den gibt es in Einkaufszentren so ja nicht") besser zu nutzen und vielleicht auch zu bespielen. Auch diverse Aktivitäten wolle man in Zukunft besser über die Marke präsentieren.
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.