Bei Double-Feier
Vizekanzler Kogler stellt zweites Stadion in Aussicht
- Bei der Meisterfeier des SK Sturm am Montag stellte Sportminister und Vizekanzler Werner Kogler ein zweites Stadion in Graz in Aussicht.
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Sturms Meisterfeier wurde zur politischen Stadiondebatte. Präsident Jauk nutzte den Eintrag in das Buch der Stadt Graz, um kritische Worte an die Grazer Stadtregierung und Bürgermeisterin Elke Kahr zu richten und forderte mit Nachdruck ein zweites Stadion. Vizekanzler Werner Kogler stellte im Anschluss eine Lösung in Aussicht, dafür wolle er "vermittelnd eingreifen".
GRAZ. Montag war in Graz doppelter Feiertag, am Pfingstmontag feierte der SK Sturm gemeinsam mit seinen Fans am Grazer Hauptplatz das Double. Bereits davor war das Team im Rathaus eingeladen, um im Buch der Stadt Graz verewigt zu werden. Die Reden im Vorfeld ließen die politischen Wogen hochgehen. Das Thema: zweites Stadion. Sturm-Präsident Christian Jauk richtete in seiner Rede spitzfindige Worte an die Stadt und an Bürgermeisterin Elke Kahr: "Gebt uns doch auch irgendwann das Gefühl, dass wir so willkommen sind, wie die Menschen, die uns da draußen (am Hauptplatz) feiern."
- Sturm Präsident Christian Jauk nutzte den Erfolg, um einmal mehr die Forderung nach einem zweiten Stadion in den Mittelpunkt zu rücken.
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Konkret verwies Jauk auf die Stadionkapazität, mit den 15.000 Sturm-Mitgliedern sei das Stadion nämlich bereits ausverkauft. Im Hintergrund skandierte die Mannschaft: "Sportklub Sturm braucht auch eine Heimat." Jauk unterbreitete Kahr außerdem den Vorschlag "doch auch einmal zu uns zu kommen." Die Bürgermeisterin zeigte sich von den Zuspitzungen etwas perplex und entgegnete, dass ihre Affinität für den Fußball außer Frage stehe, sie aber auch für die Menschen verantwortlich sei, wenn es diesen schlecht gehe.
- Bürgermeisterin Elke Kahr betonte ihre Verantwortung für "alle Menschen".
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Kogler möchte "vermittelnd eingreifen"
Etwas später schaltete sich der nächste "Player" in die Stadiondebatte ein, Vizekanzler Werner Kogler. Er verstehe die Forderung des Sturm-Präsidenten und scheint bereit, selbst aktiv zu werden. Kogler: "Wenn wir alle zusammenhalten, werden wir die Stadionfrage auch noch klären, wir werden hier vermittelnd eingreifen." Genaueres wollte sich der Vizekanzler nicht entlocken lassen, er war später allerdings im Gespräch mit der Vorsitzenden des Stadionausschusses, Daniela Schlüsselberger (SPÖ) zu sehen. Egal, welche Lösung angestrebt wird, für die kommende Saison kommt sie zu spät, da wird Sturm die Champions League Heimspiele in Klagenfurt austragen. Dort freut man sich darüber, Sturm im Herbst begrüßen zu dürfen. Pro Champions-League-Heimspiel erwarte man eine Wertschöpfung in der Höhe von rund zwei Millionen Euro.
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