Graz-Wahl 2026
Von Jubel bis Trauer – so reagieren die Parteispitzen auf die Graz-Wahl
- Bürgermeisterin Elke Kahr zeigte sich von der Höhe des Sieges überrascht.
- Foto: MeinBezirk/Markus Kropac
- hochgeladen von Markus Kropac
Während Elke Kahr sich mit der KPÖ über ein Rekordergebnis freuen darf, mussten ÖVP, Grüne, SPÖ und NEOS Verluste hinnehmen. Wir haben die ersten Stimmen zum Wahlergebnis gesammelt.
GRAZ. Die Graz-Wahl ist geschlagen: Große Gewinnerin war wieder Bürgermeisterin Elke Kahr mit der KPÖ: „Es ist uns offenbar wirklich gelungen, die Menschen zu bewegen“, sagte sie in einer ersten Reaktion. Ihre Tendenz geht klar zur Fortführung einer eher linken Koalition, mit den Grünen dürfte man eine Mehrheit haben. Erste Sondierungsgespräche sollen in den nächsten Tagen folgen, so Kahr, die sich aber noch nicht festlegen wollte.
Kurt Hohensinner, der mit der ÖVP auf Platz zwei landete, musste leichte Verluste hinnehmen. „Wir haben ohne Bürgermeisterbonus unser Ergebnis halten können, das ist aus ÖVP-Sicht in einer Stadt sehr gut“, urteilte Hohensinner direkt nach der Ergebnisverkündung, wohl auch mit Blick auf die Parteigremien.
- Kurt Hohensinner zeigte sich nach der Wahl gefasst.
- Foto: MeinBezirk/Markus Kropac
- hochgeladen von Markus Kropac
Die Grazer Grünen müssen Verluste hinnehmen, mit Blick auf eine mögliche Mehrheit mit der KPÖ zeigte man sich aber optimistisch, weiter mitbestimmen zu können. Judith Schwentner sprach direkt im Anschluss von einem soliden Ergebnis. „Wir haben im Vergleich zu den Umfragen noch aufholen können, aber natürlich werden wir nachdenken, warum wir nicht das gleiche Ergebnis wie beim letzten Mal haben.“
- Judith Schwentner blickt auf Fortführung der Koaliton mit der KPÖ.
- Foto: MeinBezirk/Markus Kropac
- hochgeladen von Markus Kropac
Schwarzer Tag für die SPÖ
An vierter Stelle landete die FPÖ. Mit hohen Umfragewerten auf Bundesebene und dem Landeshauptmann in der Steiermark gingen die Prognosen auf deutliche Zugewinne, am Ende wurden es „nur“ rund zwei Prozent mehr als 2021. René Apfelknab zeigte sich trotzdem zufrieden: „Wir sind neben der KPÖ die einzige Partei, die dazugewonnen hat.“ Marschroute für die kommende Periode sei „kantige Oppositionspolitik“.
- René Apfelknab ortete das Ergebnis als positives Signal ein.
- Foto: MeinBezirk/Markus Kropac
- hochgeladen von Markus Kropac
Ein sehr schmerzhafter Tag war es für die Grazer SPÖ. Das Ziel eines Platzes im Stadtsenat wurde klar verfehlt, Doris Kampus kommentierte das Ergebnis kurz und knapp als „schwarzen Tag für die Sozialdemokratie“. Über ihre persönliche Zukunft wollte sie sich nicht äußern.
Bei den NEOS blieb man ebenfalls hinter den Erwartungen, hält zwar vermutlich zwei Mandate, musste aber leichte Verluste hinnehmen. Philipp Pointner versuchte in einer ersten Stellungnahme zu konsolidieren: „Wir bleiben die Kontrollkraft in Graz.“ In eine Koalition möchte man nicht, die NEOS bleiben in der Opposition.
MeinBezirk auf
MeinBezirk als
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.