Reihe "Ausflug in Österreich"
Das grüne Herz

Blick von der Terrasse des Freiblick Tagescafe (am Dach des Kaufhauses Kastner und Öhler) hinüber zum Schlossberg mit Uhrturm.
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  • Blick von der Terrasse des Freiblick Tagescafe (am Dach des Kaufhauses Kastner und Öhler) hinüber zum Schlossberg mit Uhrturm.
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Weiter geht es mit der Artikelreihe "Ausflug in Österreich". Diesmal führt die kurze Reise in die steirische Hauptstadt Graz. Ein Tipp für alle die mediterranes Flair lieben und den Zauber von Altstädten erkennen.

Manchmal braucht man einen Tapetenwechsel, selbst wenn es nur für einen Tag ist! Mediterranes Feeling kommt, etwa 2,5 Stunden von Wien entfernt, in Graz auf. Im Süden des Landes wird nicht lange gefackelt, da stehen Sessel und Tische von Ende März bis in den späten Herbst draußen und die Grazerinnen und Grazer lassen es sich in der Sonne gut gehen. Wenn die Temperaturen nicht ganz mitspielen wird mit Outdoor-Wärmelampen und Decken nachgeholfen, aber vermiesen lässt sich so schnell kein Gastronom das Spektakel. Viel spielt sich auch auf den Dächern über der Stadt ab, etwa im Freiblick Tagescafe. Auf der Terrasse des Kaufhaus Kastner und Öhler lässt sich mit etwas Glück die Sonne anbeten. Viel Platz gibt es hier oben, dementsprechend beliebt ist die Lokalität, und umso schwerer bei schönem Wetter noch einen Tisch zu ergattern. Man wartet etwas länger als gewohnt darauf seine Bestellung abzugeben und ebenso bis man diese erhält. Die Küche ist jedoch erfrischend jugendlich-kreativ und mixt BBQ mit mediterranem sowie traditionellem. Das absolute Highlight ist aber der Ausblick vom Sitzplatz, sowie ein Rundgang über die Terrasse mit  Blick auf den Hauptplatz und auf der anderen Seite bis zum Schloßberg.
Apropos Schloßberg: Auch hier gibt es ein Café mit herrlichem Blick über die Stadt. Auch hier ist viel los und alles etwas chaotisch, aber die Milch mit Honig und der fabelhafte Schokokuchen entschädigen alsbald wieder. Auf den Schloßberg kommt man entweder zu Fuß über etwa 260 Stufen, mit der Schloßbergbahn oder dem Lift. Unten ist man in etwa 40 Sekunden wieder, wenn man sich für die neue Schloßbergrutsche entscheidet, die im Februar eröffnet wurde. Auf 170 Metern Weglänge nimmt man mit den speziell gefertigten Rutschmatten schon mal an die 30 km/h "Reisegeschwindigkeit" auf. Nur etwas für schwindelfreie, die sich gerne kurvenreich nach unten bewegen.

Die Altstadt

In der Innenstadt befindet sich das Franziskanerkloster, welches an die gotische Franziskanerkirche angeschlossen ist. Das Kloster wurde in der ersten Hälfte des 13. Jahrunderts vom Orden der Franziskaner gegründet. Das gleichnamige Viertel zählt zu einem der beliebtesten Orte der Stadt, wartet mit zahlreichen Gastronomieangeboten auf und ist so etwas wie das historisch-romantische Herz der Altstadt. 
Zwischen den beiden Ufern der Mur liegt die Murinsel, die 2003 vom New Yorker Künstler Vito Acconci verankert wurde. Es ist eine kleine Insel mitten in der Stadt die gleichzeitig Plattform und Brücke ist. In der Nacht ist sie aufregend beleuchtet, unter Tags hat das dort ansässige Café seine Tore geöffnet.
Im Zentrum gelangt man ins Jakominiviertel, das kreative Eck der Stadt. Hier findet man Antiquitätenläden, unterschiedlichstes Handwerk oder Möbelgeschäfte. Auch im Lendviertel geht es kreativ und hipp weiter, denn hier gibt es neben Designshops auch den Markt am Lendplatz, auf dem Stadtbauern ihre Produkte anbieten. Das Annenviertel verbindet den Grazer Hauptbahnhof mit der Innenstadt. Hier befindet sich das Styria Einkaufscenter. Das Griesviertel ist einer der Schmelztiegel der Stadt. Hier befindet sich die Grazer Synagoge, und überhaupt prägen hier unterschiedlichste Betriebe und Kulturen das Bild des Viertels. Im Univiertel fühlt sich die Jugend zuhause: Rund um die Karl-Franzens-Universität gibt es Coffee-Shops, moderne Veggielokale, Bioläden und Galerien. Echt steirisch wird es in den Altsteirischen Schmankerlstuben in der Sackstraße. In der gemütlichen Stube schlägt das Feinschmecker-und Hausmannskostherz höher und die Auswahl fällt schwer. Ein Tafelspitzsülzchen mit Käferbohnensalat und Kernöl als Vorspeise oder doch lieber eine zünftige Rindsuppe? Danach einen Schweins-oder Mostbraten mit Kraut, Knödel oder Schupfnudeln oder doch eher Gulasch oder Wurzelfleisch oder einen typisch steirischen Backhendlsalat? Und dann, obwohl eigentlich nix mehr geht, als Drüberstreuer ein Topfen-Marillenknöderl? Die erleichternde Nachricht zum Schluss der Speisekarte ist: Es gibt auch eine große Auswahl an Schnäpsen und Likören. Dann taumelt man glücklich wieder heraus und da kommt vielleicht ein Verdauungsspaziergang gerade recht!? Ganz in der Nähe befindet sich eines der Palais Hotel Erzherzog Johann. Hier taucht man ein in historische Zeiten, denn das Hotel existiert bereits seit dem 16. Jahrhundert und beherbergte bereits damals Reisende. Im 18. Jahrhundert wurde es dann zu einem Palais erweitert. Damals benannt nach dem "steirischen Prinzen" Erzherzog Johann bietet es heute etwas modernisierteren Komfort, aber nach wie vor mit historischem Charme.
Graz ist eine kleine, aber überaus pulsierende Stadt, die allerhand zu bieten hat und recht erfolgreich versucht historisches Flair mit jugendlich-hipper Kreativität zu verbinden. Hier wird also versucht vermehrt das Verbindende in den Mittelpunkt zu stellen als nur das Trennende.

Autor:

Katharina Peyerl-Liedel aus Wien

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