Graz plant eine Akademie für Frauenfußball

Große Ziele: Nationalspielerin Katharina Naschenweng (l.) will über starke Leistungen bei Sturm in die deutsche Bundesliga. | Foto: GEPA
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Während ihre männlichen Kollegen bereits drei Runden im Frühjahr absolviert haben, befindet sich die Damenmannschaft des SK Sturm mitten in der Vorbereitung auf ihr erstes Spiel am 11. März im ÖFB Ladies-Cup gegen Bergheim. "Ein sehr wichtiges Spiel zum Auftakt, unser klares Ziel ist es, ins Cupfinale einzuziehen", sagt Mario Karner, der sportliche Leiter der Sturm-Damen.

Ausbildungszentrum geplant

Das erklärte Saisonziel der Grazerinnen war und ist es, unter die ersten zwei zu kommen. Überwintert wurde auf Platz drei, zehn Punkte hinter St. Pölten und drei Punkte hinter Landhaus. "St. Pölten ist derzeit unerreichbar, aber wir sind auf einem guten Weg", so Karner. St. Pölten nimmt mit dem nationalen Zentrum für Frauenfußball seit Jahren eine Vorreiterolle in Österreich ein. Zahlreiche Nationalspielerinnen wurden hier ausgebildet.
Dieser Rückstand in der Nachwuchsarbeit soll aber schon bald der Vergangenheit angehören – ein Ausbildungszentrum soll kommen.

Konzept wird erstellt

Der Präsident des steirischen Fußballverbandes Wolfgang Bartosch berichtet: "Wir sind drauf und dran, gemeinsam mit dem SK Sturm ein sehr gutes Konzept zu entwerfen, das den Namen Akademie auch verdient."
Mario Karner bestätigt: "Wir befinden uns aktuell in sehr aussichtsreichen Gesprächen mit dem steirischen Fußballverband und mehreren Grazer Schulen." Die Mädchen sollen während des Schulbetriebes auch am Vormittag Trainingseinheiten einlegen können. Auch die Möglichkeit zur Übernachtung im Internat wird angedacht.

Traum für den Frauenfußball

"Sturm würde die HIB Liebenau als Internat mit einbringen, Schülerinnen sollen die Möglichkeit für professionelles Training neben ihrer Ausbildung bekommen", so Bartosch.
Karner schwärmt: "Es sollen für Mädchen die gleichen Vorraussetzungen wie für die Burschen geschaffen werden, das wäre natürlich ein Traum für Sturm und für das Nationalteam."

Euphorie verspätet nutzen

Mit dem Ausbildungszentrum soll die Euphorie im Frauenfußball, die nach der Europameisterschaft im vergangenen Sommer entstand, genutzt werden. Für die einzige aktuelle Teamspielerin des SK Sturm, Katharina Naschenweng, geht es Anfang März zum Cyprus Cup, wo das Nationalteam unter anderm auf Spanien trifft. Auch für Naschenweng ist klar, wie es für den Frauenfußball weiter nach oben gehen kann: "Die Anerkennung ist nach der Euro zwar gestiegen, aber in der Liga kommen deswegen trotzdem nicht mehr Zuschauer. Es muss die Qualität der Liga gesteigert werden und das passiert wenn man in die Jugendarbeit investiert." Mit dem geplanten Ausbildungszentrum ist man dabei sicher auf einem guten Weg.^Stefan Haller

Große Ziele: Nationalspielerin Katharina Naschenweng (l.) will über starke Leistungen bei Sturm in die deutsche Bundesliga. | Foto: GEPA
Mario Karner sieht in der Akademie eine Riesen Chance für den Frauenfußball. | Foto: GEPA
GRAZ,AUSTRIA,24.JAN.15 - SOCCER - STFV, Steirischer Fussballverband, annual general meeting. Image shows president Wolfgang Bartosch (STFV). Photo: GEPA pictures/ Michael Riedler
Grund für Jubel: Der SK Sturm stellt seine Riechen für die Zukunft. | Foto: GEPA
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