Vom Parken ohne Ticketautomaten: Businesslunch mit Arivo

Im Boutique Hotel Aiola Living wurden Dominik Wieser (Mitte) und Redakteur Christoph Hofer (l.) sehr gut bewirtet.
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Parkraummanagement im Wandel: Das Grazer Start-up Arivo möchte eine ganze Branche revolutionieren.

Autofahrer kennen das: Wer sein Vehikel in eine Garage oder auf einem bewachten Parkplatz abstellt, muss ein Ticket lösen und dafür bezahlen. Man kann sich diesen Vorgang auch nicht ersparen, wenn man aus beruflichen Gründen täglich am selben Ort parkt. Das Grazer Unternehmen Arivo ist aber gerade dabei, die Branche zu revolutionieren. Wie Parkraummanagement in Zukunft aussehen könnte, hat Geschäftsführer Dominik Wieser im Gespräch mit der WOCHE erklärt.

WOCHE: Welche Art von Service bietet Arivo an?
Dominik Wieser: Wir haben uns zum Ziel gesetzt, das Parken digital, smart und simpel zu machen. Unsere Parksysteme sind hauptsächlich softwarebasiert, während Parken im Allgemeinen noch immer sehr auf Hardware aufbaut, wenn man allein nur an die Ticketautomaten denkt. Wir wollen die bestehende Hardware obsolet machen.

Wie kann das gelingen?
Vor einigen Jahren haben wir eine App kreiert, damit Autofahrer das Garagentor via Smartphone öffnen können. Im Anschluss ist uns das Kennzeichen als das einzigartigste Merkmal am Auto aufgefallen. Uns war damit klar, dass die Basis für ein digitales Parksystem die automatische Kennzeichenerkennung für Parkhäuser sein muss. Diese ist einfach zu installieren, wartungsfrei und diente anfangs vor allem für die Zutrittsverwaltung bei Wohnkomplexen und Unternehmen. Mittlerweile sind wir einen Schritt weiter.

Welche Leistungen sind dazugekommen?
Wenn das Arivo Parking System installiert ist, kann ein Parkplatznutzer 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr Parkverträge kaufen: Adresse, Zahlungsdaten und Autokennzeichen werden online eingegeben. Schon eine Sekunde später kann der Nutzer in die Garage einfahren. Das ist für Dauerparker, die täglich mit dem Auto zur Arbeit fahren, von Vorteil. Ein Parkticket ist nicht mehr nötig, gezahlt werden kann online. Damit wird eine Menge an Papier gespart, auch das Versenden von Parkkarten ist hinfällig. Wir waren auch Vorreiter bei der Einführung des digitalen Belegs: Bei der Ausfahrt wird ein QR-Code angezeigt, man kann den Beleg im Nachhinein auch online ansehen und bei Bedarf ausdrucken.

Wie treffsicher ist die Kennzeichenerkennung?
Das Um und Auf ist eine extrem hohe Detektionsrate. Die Erkennung muss immer funktionieren, denn kein Mensch will an einem Schranken warten. Während der Zufahrt zum Parkhaus wird das Kennzeichen von unserer Software daher nicht nur ein, sondern zwischen 50 und 200 Mal gelesen und ausgewertet. Dieses schnelle Lesen ermöglicht es, das Auto im Bild zu verfolgen und so auch die Fahrtrichtung zu erkennen.

Wie steht es um den Datenschutz?
Bei Kurzparkern wird das Kennzeichen nach 24 Stunden gelöscht, registrierte Nutzer geben ihre Einwilligungserklärung online ab.

Wer kann neben Garagenbetreibern und Autofahrern noch von ihrem System profitieren?
Im Bereich Wohnbau ist es unter anderem möglich, durch die bereits erwähnte Selbstverwaltung ohne Zugangsschlüssel Berechtigungen für Familie und Freunde zu vergeben. Über unsere Online-Parking-Plattform kann man Plätze an Kurz- und Dauerparker vermieten. Unternehmen wiederum können Gäste optimal empfangen, wenn der Gast vorab registriert und sein Kennzeichen in weiterer Folge erkannt wird. Individuelle Parkberechtigungen können aber natürlich auch für Lieferanten Sinn machen.

Ihr Unternehmen wächst ständig: Welche Vision haben Sie?
Wir wollen in relativ kurzer Zeit jedes Parkhaus in Österreich mit unseren Softwarelösungen ausstatten und auch in Deutschland und der Schweiz Fuß fassen.

Das ist Dominik Wieser

Ist fürs Studium nach Graz gezogen: Dominik Wieser
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Geboren am 25. April 1992
Stammt ursprünglich aus Fiss in Tirol
Hat die HTL für Elektronik in Innsbruck besucht
Dort hat er seinen jetzigen Geschäftspartner, Philipp Reitter, im Internat kennengelernt.
Im Anschluss hat Wieser bei Swarovski als Software-Entwickler gearbeitet.
Nach Graz hat es ihn verschlagen, weil er Telematik (heutiger Name: Information and Computer Engineering) an der Technischen Universität studieren wollte.
Gegen Ende seines Bachelorstudiums haben Wieser und Reitter dann Arivo gegründet.
Unter anderem waren sie auch Teil der Gründungsgarage, im Rahmen derer an der Weiterentwicklung der Geschäftsmodelle gearbeitet werden konnte.
Mittlerweile hat der Tiroler, der im Unternehmen für die Vertriebsagenden ("Zwei Tage die Woche bin ich sicher unterwegs") verantwortlich zeichnet, auch das Masterstudium absolviert.
Aus eigener Erfahrung weiß er nun, dass es sehr zeitintensiv ist, ein Unternehmen aufzubauen. Dementsprechend wenig Zeit hat er aktuell für Hobbys.
Einmal pro Woche stehen allerdings Ballspiele mit Arbeitskollegen auf dem Programm, ansonsten spielt er gerne Tennis und Tischtennis.
Nur das Skifahren geht ihm ab. "In Fiss war ich in fünf Minuten auf der Piste, das geht in Graz leider nicht."

Infos zum Unternehmen

Arivo wurde vor rund drei Jahren von Dominik Wieser und Philipp Reitter gegründet.
Begonnen hat alles mit einer einfachen Kennzeichenerkennung, heute hat sich das Produkt des Unternehmens zu einem smarten und digitalen Parkplatz-Management-System mit einer vollwertigen E-Commerce-Lösung entwickelt.
Softwarebasierte Lösungen gibt es für Garagenbetreiber, Unternehmen und für den Wohnbau-Bereich.
Mittlerweile werden 100 installierte Projekte und 15.000 Stellplätze durch das Parking-System von Arivo verwaltet.
Die Software wird unter anderem von Lufthansa Aviation Training, Energie Graz (Geidorfcenter), ParkenPlus, Steiermärkische Sparkasse und vom MedCampus Graz verwendet.
Kontakt: Kalchberggasse 6
Mail: info@arivo.co
Tel.: +0316/375 018
Web: www.arivo.co

Gast & Wirtschaft: Aiola Living

Adresse: Landhausgasse 5, 8010 Graz
Telefon: 0316/811 911
E-Mail: living@aiola.at
Web: www.aiolaliving.com
Frühstückszeiten: Montag bis Freitag von 6.30 bis 10.30 Uhr, Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 7 bis 11 Uhr
Beschreibung: Mit dem Aiola Living im Herzen der Grazer Innenstadt haben Judith und Gerald Schwarz ihr erstes Hotel mit 46 Zimmern und drei Apartments eröffnet. Im Erdgeschoß befindet sich auch ein Café, in dem man unter anderem frühstücken kann. Neben Gerichten von der Karte gibt es auch ein Frühstücksbuffet.
Das Essen: Zum Business-Frühstück wurde eine bunte Mischung, bestehend aus Porridge, einer Joghurt-Smoothie-Bowl sowie zahlreichen Speisen vom Buffet gewählt. Dazu wurde ausreichend Kaffee serviert.
Die WOCHE meint: Man hat das Gefühl, als ob es das Aiola Living schon ewig in der Innenstadt gäbe: In diesem tollen Ambiente lässt es sich herrlich frühstücken, die Qualität ist hervorragend.

Im Boutique Hotel Aiola Living wurden Dominik Wieser (Mitte) und Redakteur Christoph Hofer (l.) sehr gut bewirtet.
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Autor:

Christoph Hofer aus Graz

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