14.06.2017, 06:42 Uhr

Die Grazer Helden des Alltags

Nachmittagsdienst im VinziTel: Stephan Pech und drei der VinziTel-Bewohner beim Plaudern vor der Notschlafstelle (Foto: Prontolux)

A und O bei den VinziWerken: das gigantische Freiwilligennetzwerk.

Sie bestreiten Wochenenddienste, Nachmittags- und Nachtdienste, sind Busfahrer, Krankenpfleger, Berater, Gesprächspartner, Köche, Briefträger, Reinigungskräfte, Rezeptionisten, Begleiter, Helfer, Ratgeber und das Herzstück der Grazer VinziWerke: Die Rede ist von den aktuell über 750 ehrenamtlichen Mitarbeitern österreichweit, 369 davon in Graz, die Zeit schenken. Zeit, ohne die die mittlerweile 13 Einrichtungen der Grazer VinziWerke so nicht funktionieren könnten.

Gigantisches Engagement

Sage und schreibe 56.218 Stunden leistet die Grazer Freiwilligenschar jährlich – umgerechnet enspricht das einem Stundenausmaß von 30 Vollzeitangestellten, die die Alltagshelden im Vinzinetzwerk unentgeltlich erbringen. Stephan Pech ist einer von ihnen. Seit 2011 hilft er mit rund 30 weiteren im Grazer VinziTel aus.
"Ich bin eigentlich durch Zufall vor 6 Jahren hier gelandet", lächelt der 47-Jährige und schildert seine schönsten Erlebnisse hier in der Notschlafstelle: "Es gibt gute und auch weniger gute Erlebnisse, aber ich glaube, das Schönste ist, wenn du die Leute dann irgendwann triffst und du merkst, dass sie es geschafft haben und es ihnen jetzt gut geht."

Alle feiern mit
Das beliebte Armenfest, das am 25. Juni wieder über die Bühne geht, ist das Vorzeigeschild der VinziWerke. "Arm und Reich an einem Tisch" – so der Grundgedanke des traditionellen Festes, zu dem Pfarrer Pucher und alle Mitwirkenden laden. Denn: "Es kann jeden treffen", bringt es VinziTel-Bewohner Walter Sestits auf den Punkt.
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