07.12.2017, 11:53 Uhr

Menschenrechtsbeirat: Blick zurück und nach vorne

Blicken aufs vergangene Jahr zurück: Klaus Starl und Angelika Vauti-Scheucher. (Foto: KK)

Der Menschenrechtsbeirat der Stadt Graz hat seinen Jahresbericht präsentiert.

Rechtzeitig vor dem internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember hat der Menschenrechtsbeirat der Stadt Graz heute seinen Menschenrechtsbericht 2016/17 präsentiert. Die Vorschläge des Beirats wurden von Seiten der Behörden gut angenommen, dennoch gäbe es weiterhin viel zu tun, so Vorsitzende Angelika Vauti-Scheucher.

Fünf Hauptthemen

"Die zehnte Ausgabe des Menschenrechtsberichts ist ein Umsetzungsbericht inwieweit die Empfehlungen des Beirats auch umgesetzt wurden", sagt Vauti-Scheucher. Die fünf Hauptthemen waren ein Programm gegen Rassismus und Diskriminierung, die Integration von Flüchtlingen, Geschlechtergerechtigkeit und Prävention von Gewalt gegen Frauen, Jugendarbeit sowie die Bekämpfung und Prävention von Extremismus.

Arbeit nie am Ende

"Viele unserer Vorschläge wurden angenommen. Verbesserungsbedarf gibt es zum Beispiel in der Jugendarbeit, wo eine bessere Zusammenarbeit der einzelnen Organisationen wünschenswert wäre", sagt der Geschäftsführer des ETC (Europäisches Trainings- und Forschungszentrum für Menschenrechte und Demokratie), Klaus Starl. Auch in der Bekämpfung von Extremismus wolle man Veränderungen vornehmen. Laut Starl gelte es hier, den Extremismusbegriff nicht nur auf auf Muslime zu beschränken – Extremismus gäbe es genauso im christlichen Fundamentalismus, oder unter Link- und Rechtsextremen.

Stärker in die Öffentlichkeit

Als eines der Ziele des Menschenrechtsbeirates für das Jahr 2018 gibt Vauti-Scheucher eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit an: "Wir wollen weiter in die Öffentlichkeit gehen, noch stärker sensibilisieren und vor allem die Grazer Bevölkerung noch besser in unsere Arbeit einbinden." Auch das – momentan in den Medien so präsente – Thema Gewalt an Frauen wird im Fokus des Menschenrechtsbeirates bleiben. "Jede fünfte Frau in Österreich erfährt im Laufe ihres Lebens Gewalt und jede einzelne ist eine zu viel. Das muss in die Köpfe hinein und aus den Fäusten heraus", so Starl.

Jahresbericht, nicht "Abschlussbericht"

Grundsätzlich sei die Arbeit des Menschenrechtsbeirates auf einem guten Weg, sind sich Vauti-Scheucher und Starl einig. "Allerdings ist unser Jahresbericht nie ein Abschlussbericht – die Arbeit geht immer weiter", sagt Vauti-Scheicher.
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