24.09.2014, 10:56 Uhr

Sechs Lösungen für das Grazer Univiertel

Ausgelassene Stimmung: Die herrscht nächtens im Grazer Univiertel – zum Ärger der Anrainer. (Foto: Kottulinsky)

Wie es gehen könnte: Die WOCHE zeigt sechs Lösungsansätze für ein Miteinander im Party-Eldorado.

Im Rathaus brodelt’s: Nach der Schließung des „Kottulinsky” ist die Grazer Politik um eine rasche Lösung im Jahre währenden Streit zwischen Anrainern und Univiertel-Wirten bemüht. Nur: Um ein gesittetes Miteinander auf der Partymeile zu gewährleisten, müssen Anrainer, Politiker sowie das Partyvolk an einem Strang ziehen – dafür sind innovative Ideen gefragt: Die WOCHE hat einige Lösungsansätze für das Grazer Party-Eldorado zusammengetragen – was sich Wirtschaftstreibende, Politiker und Betroffene wünschen, lesen Sie in den folgenden Zeilen.

„Wirte sollen Gehsteige anmieten“

Nicht in den Univiertel-Lokalen, sondern auf den Gehsteigen und Straßen der Elisabethstraße tobt in so mancher Nacht die Partymenge – um dieses Problem in den Griff zu kriegen, fordert FP-Sicherheitsstadtrat Mario Eustacchio: „Die Gehsteige rund um die Lokale sollten von den Univiertel-Wirten angemietet werden können.” Der Vorteil dieses Vorschlags: Auf diese Weise wäre es den Wirten erlaubt, Security-Personal vor „Kulturhauskeller”, „Revolution” & Co. eben am Gehsteig zu platzieren. Bei Bedarf könnten diese dann einschreiten und Schreihälse zurechtweisen.
Der Nachteil: Rechtlich ist dieser Vorstoß kaum haltbar. Denn inwieweit Security-Personal am – eigentlich für die gesamte Öffentlichkeit gedachten – Gehsteig eingreifen kann, ist juristisch mehr als strittig. Und wohl nicht durchsetzbar.

Ein Univiertel für Volljährige

Im Rathaus wird bereits diskutiert: Der Eintritt in alle Lokalitäten des Grazer Party-Eldorados soll erst ab dem vollendeten 18. Lebensjahr möglich sein! „Ein betrunkener 22-Jähriger benimmt sich anders als ein betrunkener 16-Jähriger", glaubt etwa „Kottulinsky”-Boss Wolfgang Nusshold.

Verbot von Trink-Aktionen

„Trink drei, zahl einen”, „Happy Hour die ganze Nacht”, „Jedes Getränk für nur einen Euro!” – diese und weitere animierende Getränke-Aktionen könnten im Univiertel schon bald der Vergangenheit angehören: Mit einem Verbot dieser Angebote könnte die Anzahl der grölenden Partyhungrigen drastisch reduziert werden – glaubt zumindest die heimische Politik.

Mehr Präsenz der Polizei

Will man das Univiertel dauerhaft ruhiger gestalten, führt wohl kein Weg an mehr Polizeipräsenz vorbei. Das ist es auch, was sich die Univiertel-Wirte beinahe unisono wünschen. Problem: Die Kosten für eine nahtlose Überwachung sind de facto horrend.

Lautstärke selbst reduzieren

Fakt ist: Die „Party-People” haben es in ihrer Hand, ob die Partymeile auch in Zukunft bestehen bleibt. Denn die Lautstärke vor den Lokalen bestimmen immer noch die Menschen, die auch dort unterwegs sind. Eigenverantwortung ist also wieder gefragt …

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