12.10.2017, 11:36 Uhr

Oliver Filip: Treffer gegen Paris als Motivation

Drei Treffer gegen Paris: Das haben nicht viele Kicker geschafft. Oliver Filip ist das Kunststück in der Youth League gelungen. (Foto: GEPA)

Die Leidenszeit ist vorbei: Youth-League-Sieger Oliver Filip will bei Sturm jetzt richtig Gas geben.

"Die Zeit ist reif": Ein Plakat in der Brauerei Puntigam, das den Bierbrauprozess darstellt, beschreibt wohl am besten den aktuellen Gemütszustand von Oliver Filip. Der Sturm-Youngster, der im Sommer von Red Bull Salzburg wieder zu seinem Stammverein zurückgewechselt ist, brennt jetzt so richtig auf Einsätze in der Kampfmannschaft.

Drei Minuten der Freude

Einen ersten Schritt hat der 19-Jährige vor der Länderspielpause gemacht, als er in den letzten drei Minuten beim Sturm-Gastspiel in St. Pölten aufs Spielfeld gekommen ist. "Es war eine Befreiung, endlich Bundesliga-Luft schnuppern zu können, auch wenn der Auftritt ein kurzer war", schmunzelt Filip beim "bierigen" Rundgang im Süden von Graz. "Bier trinke ich eigentlich gar nicht so gerne", sagt der gebürtige Leobener, auf zukünftige Erfolge bei den "Blackies" würde er aber sehr wohl gerne anstoßen.

Das lange Warten

Die lange Wartezeit ist nicht zuletzt einer langwierigen Verletzung geschuldet. "Ich hatte Probleme mit dem Knöchel, das hat sich lange hingezogen. Sicher wird man mit der Zeit ungeduldig, aber wenn ich zu früh mit dem Training begonnen hätte, wäre der Schuss eventuell nach hinten losgegangen." Seinen Torjägerinstinkt muss Filip in Graz also erst aktivieren, die nächste Chance gibt’s vielleicht schon am Sonntag, wenn die Austria zum Topspiel in der Merkur Arena gastiert (16.30 Uhr). "Das sind genau die Partien, auf die jeder Kicker brennt." Trotz seiner Jugend hat der Obersteirer aber bereits zahlreiche Erfahrungen auf Top-Niveau gemacht. So war der Stürmer ein wichtiger Baustein beim sensationellen Triumph der Salzburger Jungbullen in der UEFA Youth League.

Internationale Glanzlichter

Die Bilanz kann sich jedenfalls sehen lassen: In fünf Spielen hat Filip fünf Mal eingenetzt. Im Achtelfinale gegen die Nachwuchsauswahl von Paris St.-Germain gelang ihm sogar ein Hattrick. "Ein echtes Highlight", denkt der Youngster gerne an diese Partie zurück.
Und dennoch entschied sich der Offensiv-Wirbelwind, die Mozartstadt wieder zu verlassen. Damit tauschte er quasi Platz mit Riesentalent Romano Schmid, der knapp vor Ende der Transferfrist bei Liefering angedockt hat. "Keine Frage, ausbildungstechnisch waren die vier Jahre in Salzburg sehr wichtig. Red Bull hat einfach unglaubliche Möglichkeiten. Ich möchte mich jetzt aber in meiner Heimat durchsetzen." Die Aufnahme im neuen Team war jedenfalls herzlich. "Dario Maresic und Sandi Lovric kenne ich ja noch aus gemeinsamen Jugendfußball-Zeiten. Schön, dass sie es in die Stammformation geschafft haben." Dorthin möchte auch der mehrfache Nachwuchsteamspieler, der nach seiner erstmaligen Einwechslung Lunte gerochen hat. "Jetzt zählt aber zunächst nur ein gutes Ergebnis gegen die Austria am Sonntag."
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