23.11.2016, 08:28 Uhr

Markus "Gonzo" Renger – wie aus einem "Zufall" 15 Jahre wurden

So geht Frühstück: Markus Leskovar kredenzte Markus "Gonzo" Renger und Marcus Stoimaier (r.) sein sensationelles Ritter-Frühstück. (Foto: geopho.com)

Markus "Gonzo" Renger hat sich ein kleines, feines "Medienimperium" aufgebaut.

Weltberühmt in Graz – auch wenn er bei unserem Business Lunch im Café Ritter kurze Hose und Flip-Flops gegen ein nahezu staatstragendes Sakko mit weißem Hemd getauscht hat, Markus "Gonzo" Renger ist in der Landeshauptstadt bekannt wie der sprichwörtliche bunte Hund. Moderator, Organisator, Filmproduzent, PR-Profi, Herausgeber – medientechnisch macht der "Gonzo" quasi alles, und das nicht unerfolgreich. Am Freitag feiert er 15 Jahre MMMMR.

WOCHE: Auf Ihrer Homepage liest man: "Nach Study Hopping an der Uni Graz durch Zufall Psychologie fertig studiert" – wie landet man dann in der Medienbranche?


"Gonzo" Renger: Auch durch Zufall – im Eggenberger Bad ist bei einem Wasserballtraining ein Kamerateam mit Redakteur aufgetaucht und ich hab mir gedacht, das kann ich auch. Ich hab mich dann bei Steiermark 1 beworben und irgendwie war ich so hartnäckig, dass die mich genommen haben. Im Mai 2001 hab ich dann auch gleich meine Werbeagentur bei der Wirtschaftskammer angemeldet – einfach weil’s besser als Werbemittler klingt und ich mir gedacht hab, dass ich meine eigenen Beiträge auch gleich selber verkaufen kann.

Mit Multi-Media-Marketing-Markus-Renger feiern Sie jetzt 15-jähriges Jubiläum – gerade in der Medienbrache ein durchaus stolzes Alter …

Ja, man muss aber auch ehrlich sagen, dass es mich 2005/06 mit meinem Kinofilm "Auf geht’s Retrospective One" komplett aufgestellt hat. Ich hab geglaubt, ich pulverisiere jetzt alle Rekorde und das hat’s eben nicht gespielt. Erst als ich mir das eingestanden habe, ist es wieder aufwärts gegangen. Verantwortlich dafür waren aber auch Inez und Leo Aberer, mit denen ich als Produzent gearbeitet habe. 2008 hab ich dann das erste "Concert 4 Caritas" veranstaltet – 2012 haben wir den gesamten Schloßberg bespielt und insgesamt 100.000 Euro für die Caritas gesammelt. Dadurch bin ich eben auch zum Veranstalter geworden.

Was wird jetzt der nächste Schritt sein?

Aktuell stehen wir auf drei Standbeinen – die Werbeagentur mit Events & Co., die Filmproduktionsfirma mit insgesamt vier Kamerateams, all das firmiert eben unter MMMMR, und dann die Gonzomedia GmbH, mit der wir seit 2012 etwa das Cool-Magazin herausgeben. Uns ist damit die Verschmelzung von Print und Bewegt-Bildern gelungen. Der nächste große Schritt ist natürlich die Digitalisierung. Ich glaube nämlich, dass das klassische TV tot ist – die Zukunft ist "On Demand" und da wollen wir dabei sein. Es sind einfach die Ideen und Visionen, die mich antreiben – und vor allem ist es mein großartiges Team. Ich bin sehr dankbar, mit so starken Persönlichkeiten zu arbeiten, denen ich helfen kann, sich weiterzuentwickeln – das ist mein Return on Investment.

Sie gelten als echtes Grazer Original – was müsste sich Ihrer Meinung nach ändern?

Eines vorweg – Graz ist einfach großartig. Trotzdem sollte man sich langsam entscheiden, ob man weiter ein beschauliches Nest bleiben möchte oder sich doch weiterentwickeln will. Ich bin immer wieder erstaunt, welch hohen Sicherheitsstandard wir in Graz haben – darum gibt’s auch immer weniger Großveranstaltungen. Ich darf hier ein Zitat von Rudi Hinterleitner bringen: Ich kann nicht in der Stadt wohnen und erwarten, dass es so ruhig wie im Wald ist. Viele Veranstaltungen scheitern am Einspruch von Einzelpersonen und das kann’s eigentlich nicht sein.

Steckbrief:

Geboren am 26. November 1973 in Graz.
Hat am BG/BRG Kirchengasse maturiert, anschließend mehrere Fächer zu studieren begonnen (BWL, Anglistik …) und schließlich Psychologie in der Mindeststudienzeit fertig gemacht.
Ist Vater eines Sohnes – Benedikt (12 Jahre).
Seine große Leidenschaft ist Wasserball, wo er nach wie vor der Fels in der Brandung des WBV Graz ist.
Weitere Hobbys sind Surfen, Beachvolleyball und Golf.
Sein Lieblingsurlaubsziel ist Marokko. "Insgesamt bin ich schon dreieinhalb Jahre zum Surfen dort gewesen."
Machte Beiträge für "Willkommen Österreich" (ORF), "Chmelar live" (ATV), Steiermark 1 oder die Antenne Steiermark.
Mit seinem Kinofilm "Auf geht’s Retrospective One" hat er bei der Premiere drei ausverkaufte Säle im UCI gehabt. "Danach ist aber leider nicht mehr viel gegangen."
War Kurzzeitstadionsprecher beim GAK.
Drei Jahre lang hat er als Surflehrer in Österreich und Italien gearbeitet.
Ist mehrfacher Landes- und Staatsmeister im Schwimmen, Wasserball und Flossenschwimmen.
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