Krebs & Psyche
Mehr Stärkung für Patienten in Fürstenfeld und Feldbach

- Die Klinischen Psychologinnen am Standort Fürstenfeld Alexandra Glaz, Iris Papadopoulos, Elisabeth Metz und Christina Lang stehen den Krebspatientinnen und Patienten unterstützend zur Seite. Nach einer Einführungsphase 2024 läuft das Projekt "Psychoonkologie" nun seit kurzem im Vollausbau.
- Foto: LKH Oststeiermark
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Eine Krebsdiagnose lässt den Atem stocken. Neben der medizinischen Behandlung brauchen Betroffene und ihre Familien daher auch seelisch viel Kraft. Das LKH Oststeiermark baut nun die Psychoonkologie in Fürstenfeld und Feldbach aus, um Krebspatientinnen und -patienten ganzheitlich zu unterstützen und ihnen neue Kraft im Umgang mit der Krankheit zu geben.
FÜRSTENFELD/ FELDBACH. Die Diagnose Krebs stellt das Leben von Betroffenen und ihren Familien auf den Kopf. Neben der oft belastenden medizinischen Behandlung kämpfen viele mit Ängsten, Unsicherheiten und tiefgreifenden Veränderungen im Alltag. Hier setzt die Psychoonkologie an: Sie bietet psychologische Unterstützung, um Krebspatienten und ihren Angehörigen in dieser schwierigen Zeit emotional zu stärken und ihnen zu helfen, mit der Krankheit besser umzugehen. Der Ausbau dieses wichtigen Angebots am LKH Oststeiermark an den Standorten Fürstenfeld und Feldbach ist ein bedeutender Schritt für eine ganzheitliche Versorgung.

- Die Klinischen Psychologinnen am Standort Fürstenfeld Alexandra Glaz, Iris Papadopoulos, Elisabeth Metz und Christina Lang stehen den Krebspatientinnen und Patienten unterstützend zur Seite. Nach einer Einführungsphase 2024 läuft das Projekt "Psychoonkologie" nun seit kurzem im Vollausbau.
- Foto: LKH Oststeiermark
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Fast 4000 Krebspatienten in der Oststeiermark
Allein im Jahr 2023 wurden am LKH Oststeiermark in Fürstenfeld in der onkologischen Ambulanz beeindruckende 3189 Patientinnen und Patienten ambulant sowie 1502 stationär betreut. Der Standort Feldbach, bekannt für sein spezialisiertes Brustgesundheitszentrum, verzeichnete im selben Jahr 260 neu diagnostizierte und operierte Brustkrebsfälle.
Bisher haben rund 20 Prozent dieser Patientinnen und Patienten das psychoonkologische Betreuungsangebot angenommen – eine Zahl, die stetig steigt. Expertinnen und Experten gehen davon aus, dass zukünftig jährlich rund 1000 Betroffene und ihre Angehörigen an den beiden Standorten psychologische Unterstützung in Anspruch nehmen werden.
Stütze in einer schweren Zeit
Um diesem wachsenden Bedarf gerecht zu werden, hat das LKH Oststeiermark frühzeitig das Projekt „Psychoonkologische Betreuung“ ins Leben gerufen. Nach einer sorgfältigen Einführungsphase 2024 ist das Angebot seit dem Jahr 2025 in den Vollbetrieb gestartet.
Primarius Peter Krippl, der ärztliche Direktor des LKH Oststeiermark, betont die Wichtigkeit dieses Schritts: „Ziel ist es, neben der medizinischen Versorgung den Patientinnen auch eine psychoonkologische Betreuung anzubieten, die über die Basisversorgung hinausgeht. So soll eine ganzheitliche, patientinnenzentrierte Versorgung von Menschen mit Krebserkrankungen und deren Angehörigen sichergestellt werden.“

- Der Standort Feldbach ist bekannt für sein spezialisiertes Brustgesundheitszentrum.
- Foto: RegionalMedien
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Konkret bedeutet das, dass an den Standorten Fürstenfeld und Feldbach drei zusätzliche klinische Psychologinnen eingestellt wurden. Sie kümmern sich gezielt um die psychologischen Bedürfnisse der Krebspatientinnen und -patienten sowie deren Familien. Bereits zu Beginn der onkologischen Behandlung wird der psychische Zustand der Betroffenen mithilfe von Fragebögen erfasst, um frühzeitig einen möglichen Bedarf an Unterstützung zu erkennen.
Halt und Aufklärung
Die psychoonkologische Betreuung zielt darauf ab, die Patientinnen und Patienten in ihrer Fähigkeit zu stärken, mit der Krankheit umzugehen. Sie hilft, Symptomen wie Angst, Resignation und Verzweiflung entgegenzuwirken. In persönlichen Gesprächen mit den klinischen Psychologinnen erfahren Betroffene und ihre Angehörigen Entlastung und Unterstützung im oft schwierigen Verarbeitungsprozess. Ein wichtiger Aspekt ist dabei auch die Vermittlung von Informationen über den Behandlungsablauf – von Operationen über Chemo- bis hin zur Strahlentherapie. Durch klare Aufklärung können Unsicherheiten reduziert und die psychische Anpassung an die neue Lebenssituation gefördert werden.

- Primarius Peter Krippl ist ärztlicher Leiter am LKH Oststeiermark.
- Foto: LKH Feldbach-Fürstenfeld
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Die Aufstockung des psychoonkologischen Angebots am LKH Oststeiermark ist daher entscheidender Schritt hin zu einer umfassenderen und qualitativ hochwertigeren Versorgung von Krebspatientinnen und -patienten in der Region. Es geht darum, nicht nur den Körper zu heilen, sondern auch die seelische Last zu erleichtern und den Betroffenen und ihren Familien in einer der schwierigsten Phasen ihres Lebens Halt und Orientierung zu geben.
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