Einzug ins Viertelfinale geschafft

- Für Steffen Leitgeb hat sich das Warten gelohnt. Gegen Wels brachte es der Nachwuchsspieler auf 16 Punkte
- Foto: GEPA Pictures
- hochgeladen von Clemens Krammer
Die Entscheidung um den achten Tabellenplatz wurde im Steirerderby gegen den UBSC Graz ausgetragen.
Fürstenfeld konnte mit nur vier Wechselspielern antreten, die das Spiel eher emotionslos zu verfolgen schienen. Graz hingegen konnte bis auf den Langzeitverletzten Marko Moric in Bestbesetzung auflaufen und hatte neben den Fans auch noch eine Großzahl von Bankspielern mit voller Begeisterung im Rücken – kein gutes Omen für die Panthers.
Die Oststeirer brauchten einige Zeit um ins Spiel zu kommen. Bis dahin dominierte Graz am Rebound und hinter der Dreierlinie. Nur Tyron Sally konnte dank desolater Verteidigung von Ex-Panther Milan Stegnajic dagegenhalten.
Im Laufe des Spiels wurden die Gemüter des öfteren erhitzt, passend für ein solches Entscheidungsspiel. Dadurch steigerte sich auch der Einsatzwille von Samo Grum und Co. In einem soliden Finish konnten sie das Derby mit 83:75 und dadurch auch den Kampf um den letzten Viertelfinalatz für sich entscheiden.
Das Heimspiel gegen den WBC aus Wels hatte somit keine Bedeutung mehr für die Tabellensituation. So diente die Partie lediglich als Vorbereitung für die Play-Offs. Das galt ebenso für die Schiedsrichter, jedoch waren die Herren in grau dieser Aufgabe an diesem Abend ganz und gar nicht gewachsen.
Basketball gespielt wurde übrigens auch, und zwar zu Beginn in katastrophaler Weise aus Sicht der Fürstenfelder. Wels ging mit 10:0 in Führung, ließ den Gastgeber kurz Hoffnung schnuppern, nur um dann wieder Gas zu geben und mit 28:7 in die erste Viertelpause zu gehen. Die Mannschaft von Ervin Dragsic wirkte in der Offensive planlos und agierte in der Defensive ohne Aggressivität.
Die Oberösterreicher wurden damit ihrer Favoritenrolle gerecht und die Begegnung schien schon gelaufen zu sein.
Doch diese Rechnung wurde ohne die Bankspieler der Panthers gemacht. Besonders Steffen Leitgeb hatte das Spiel seines Lebens (16 Punkte). Allein im zweiten Abschnitt traf er unglaubliche vier Dreipunktewürfe, kurioserweise brachte es das restliche Team auf null Treffer bei 15 Versuchen aus der Distanz.
Angeführt von David Hasenburger, Paul Radakovics und Leitgeb kam nun frischer Wind ins Spiel der Steirer. Plötzlich ging alles auf in einer geduldigen, treffsicheren Offensive und sogar in der Verteidigung war ein deutlicher Aufschwung zu sehen. Durch dieses Sensationsviertel kam der überraschende Halbzeitstand von 47:47 zustande. Und das obwohl Topscorer Samo Grum nach den ersten sechs Minuten ausgewechselt und danach nicht mehr eingesetzt wurde.
In Hälfte zwei standen sich zwei ebenbürtige Konkurrenten gegenüber, wobei Wels sich stets einen kleinen Vorsprung sichern konnte. Doch erneut kam es zu einem Aufbäumen der jungen Österreicher, diesmal mit Unterstützung der Legionäre Cox und Sally. In den spannenden Schlussminuten war das Glück aber auf Welser Seite, sie durften einen 87:86-Auswärtssieg feiern.
Im Viertelfinale treffen die Panthers auf Tabellenführer BK Klosterneuburg. Mit dem streckenweise gezeigten Einsatz ist zwar alles möglich, mit der großteils präsentierten Verteidigungsleistung stehen die Chancen allerdings gleich null. Im Publikum machte sich die allgemeine Meinung breit, dass ein vermehrter Einsatz der jungen Garde während der Saison vermutlich zu mehr Erfolg geführt hätte.
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