07.10.2017, 08:07 Uhr

"Oida, des foahrt Vullgas!" - Paul Pizzera und Otto Jaus im WOCHE-Interview

Paul Pizzera und Otto Jaus fühlten sich bei ihrem Auftritt in der Stathalle Fürstenfeld "unerhört solide" sicher!

Chartstürmer Paul Pizzera und Otto Jaus sprachen mit der WOCHE Hartberg-Fürstenfeld über ihr Duo-Dasein auf den Brettern, die die Welt bedeuten, magische Momente zu zweit und lüfteten das Gehemnis über die Absatzhöhe ihrer Freundinnen.

Mit Hits wie "Jedermann" und "Hooligans" stürmten Paul Pizzera und Otto Jaus die österreichischen Charts. Im "Windschatten des Flixbuses" sind sie gerade auf Tour durch die Steiermark, und machten gleich für zwei Abende in Fürstenfeld Station, um in der restlos ausverkauften Stadthalle so richtig "unerhört solide" abzurocken.
Die WOCHE traf die beiden Musikkabarettisten bei einer "typisch steirischen Brettljausn", vor dem Auftritt für ein Interview.

WOCHE: Paul, das letzte Mal als wir uns getroffen haben - vor über einem Jahr in Loipersdorf - warst du noch alleine unterwegs. Seit dem ist ja viel passiert. Wie ist es für dich, jetzt als Duo unterwegs zu sein, und zu zweit auf der Bühen zu stehen?

Paul Pizzera: Also es ist einfach sehr sehr angenehm, weil man den ganzen Druck nicht mehr alleine schultern muss und zu zweit einfach auch viel mehr möglich ist. Otto hat eine musikalische Ausbildung und ein unglaubliches Musiktalent, sodass ich von ihm wahnsinnig viel lernen kann. Und wir versuchen einfach beides Kabaretttechnisch und Musiktechnisch zu vereinen.

Was meinst du, wie ist es für dich im Duo?

Otto Jaus: Also mir geht das eigentlich voll am Zeiger, ich bin froh, wenn das Jahr vorbei ist. (lacht) Nein, überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil, ich stimm dem Paul da zu. Außerdem ist es super auf der Bühne zu stehen mit jemanden, mit dem man sich einfach wahnsinnig gut versteht. Wo man auch was zurückgeben kann bzw. von einander lernen kann. Und da stehn wir uns auch um Nix nach.

Gibt es bei euch dann eine gewisse Aufgabenverteilung, wer beim Komponieren und Texten welchen Part übernimmt?
Jaus: Eigentlich net - jo gut, außer beim Kochn vielleicht. (lacht).
Nein, wir wissen beide, wo unsere Stärken liegen und ergänzen uns da recht gut. Dem Pauli sein Gebiet ist einfach der Text und die Rhetorik. Es ist ein Wahnsinn, was da dann immer für Zeilen und Lieder rauskommen. Und mein Metier ist halt die Musik. Deshalb haben wir uns am Anfang auch ein bisserl schwer getan, weil wir nicht genau gewusst haben, wie wir das angehen sollen. Aber mittlerweile läuft es super!

Hat es bei euch von Anfang an "gefunkt"?
Jaus: Wir waren uns einfach privat sehr sympatisch. Haben gemerkt, was der andere kann und gedacht, wenn man das vereinen könnte, mit dem was man selber kann, dann muss das was Gutes werden.

Eure Songs rennen in den Radios rauf und runter. Habt ihr vermutet, dass die so einschlagen?
Pizzera: Dass es ein völliger "Ohrkrippierer" wird - gut das haben wir gewusst, das wird es wahrscheinlich nicht sein.
Jaus: Aber man träumt halt eher vor sich hin, so in der Art: es wäre schon schön, wenn sie auch deine Lieder im Radio spielen. Wir waren dann doch sehr überrascht, dass es so extrem gut ankommt.

Ihr habt ja im Rahmen der Tour immer miteinander zu tun. Braucht man da dann auch mal eine Auszeit voneinander, oder seid ihr auch in der Freizeit gemeinsam unterwegs?
Pizzera: Also von einander glaube ich, brauchen wir keine Auszeit. Klar, braucht man mal Freizeit von den Leuten, weil wir immer unter sehr vielen sind. Der Otto und ich sehen uns leider kaum privat, immer nur wenn wir arbeiten müssen - obwohl das Arbeiten natürlich Spaß macht!

Was sagt Pizzera über Jaus?
Was ich an ihm sehr schätze, ist seine Gelassenheit gegenüber gewissen Dingen, die ich mir noch mühevoll erlernen werde müssen. Naja, und dann, ich muss es einfach sagen, wenn wir gemeinsam was schreiben, oder ein Lied angehen und wenn es nur eine Passage ist, dann gibt es oft den Moment, wo wir uns beide nur anschauen und sagen "Oida, des foahrt so wahnsinnig - Vullgas!"
Jaus: Genau, diese magischen Momente, wo wir dann zehn Minuten im Wohnzimmer ummandand springen, weil wir uns so freun, dass wir wieder was passendes g´funden haben.

Und was schätzt Jaus an Pizzera?
Er hat immer Zigaretten dabei. (lacht) Nein, also ich muss ehrlich sagen, ich bin leider ein recht naiver Mensch, da ist es dann immer fein, wenn der Pauli dabei ist, der mich ein bisschen pusht, dass ich das nicht bin.
Pizzera: Du bist a naiver Mensch?
Jaus: Ja, ich denke schon. Also Menschenkenntnis ist schon vorhanden, aber hin und wieder glaube ich halt zu sehr ans Gute. Außerdem treibt mich der Pauli auch an.
Pizzera: Antreiben ist vielleicht nicht das richtige Wort. Wir sind beide große Ehrgeizler.
Jaus: Naja, aber ich bin hin und wieder schon "a echt faule Sau". (lacht)

Zwei kurze Fragen zum Abschluss. Nummer eins: Wie hoch sind die Absätze eurer Freundinnen?
Jaus:
also bei meiner Freundin, ganz selten, wirklich.
Pizzera:
also wenn ich nicht mit bin mit meiner Freundin, dann sans sicher höher. (lacht)

Und die letzte: Mocht Liebe wirklich nur die Augen g´schwulln?

Pizzera: Kommt drauf an wie fest sie zuschlagt!
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